Lichter in den dunklen Gassen

Auch dieses Jahr organisiert Wirtin Michela Abbondandolo in der Altstadt die Adventsfenster. Private, Lädeli und Gaststätten bitten während der Vorweihnachtszeit zum Apéro, die Jugendmusik gibt ein Konzert und in der «Ilge» schenkt man Suppe aus.

Tanja von Arx
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Ob Sterne, Christbaum oder Teddybären: Die Fenster erfreuten in den vergangenen Jahren mit den verschiedensten Sujets und luden die Besucher zum gemütlichen Verweilen ein. (Bild: Max Eichenberger)

Ob Sterne, Christbaum oder Teddybären: Die Fenster erfreuten in den vergangenen Jahren mit den verschiedensten Sujets und luden die Besucher zum gemütlichen Verweilen ein. (Bild: Max Eichenberger)

Michela Abbondandolo ist erfreut. Dieses Jahr seien alle auf sie zugekommen, sagt die Inhaberin des Restaurants Michelas Ilge in Arbon, «ich habe nicht <bittibätti> gemacht». Seit sieben Jahren organisiert die Wirtin in der Altstadt die Adventsfenster, die in der dunklen Jahreszeit Licht in die Gassen bringen sollen und für neues Leben sorgen.

Ab 1. Dezember gestalten Private, Lädeli und Gaststätten ein Fenster nach ihrem Geschmack (siehe Grafik), um die Anwohner bis Weihnachten jeden Tag zum gemütlichen Beisammensein zu bewegen. Auch Jubla und Blauring machen mit, ebenso das Stadthaus. Besonders Letzteres schätzt Abbondandolo. Die Stadt ist nicht nur kreativ, sondern schenkt auch allen Teilnehmern einen Christbaum.

«Jeder kann machen, wie er will»

Es gibt keine Regeln für die Fenster. «Jeder kann machen, wie er will», sagt Wirtin Abbondandolo. In den vergangenen Jahren habe es welche gegeben mit Holz, Metall oder Papier. Ob man abends einen Apéro anbiete, sei ebenfalls jedem selbst überlassen. Dennoch sorgen bis auf zwei alle für Snacks und Getränke.

Die Privaten Gerschwiler/Eggmann, Mirjam und Beat Moine sowie das Restaurant Storchen laden am 16. Dezember zum Gemeinschafts-Apéro, die AromaWelt, der claro-Weltladen und die Gstellerei am 18. Dezember. Weitere Anlässe, die man in die Agenda eintragen sollte, sind das Konzert der Jugendmusik Arbon in der Rondelle am 7. Dezember ab 19 Uhr und der Suppenzmittag in der «Ilge» am 24. Dezember ab 12 Uhr.

Die Teilnahme ist für alle freiwillig. «Ich habe schon Diskussionen mit meinem Mann gehabt», sagt Michela Abbondandolo. «Aber ich mache es gern.» Jedes Jahr käme eine kleine Schar Leute zusammen, sitze am Feuer, schwatze. Die gute Stimmung sei auch auf das Nähatelier und den Hundesalon Wuschel übergesprungen, die heuer zum ersten Mal mit dabei sind.

Zeitfrauen organisieren einen Rückblick

Wer in der vorweihnachtlichen Hektik keine Zeit findet, kann den Last-Minute-Rundgang der Zeitfrauen am 29. Dezember besuchen. Sie passieren die 24 Fenster und legen an vier Orten einen Stop ein, um eine Geschichte zu erzählen. «Welche es sein wird, weiss ich noch nicht», sagt Abbondandolo. Denkbar sind Baugeschichten von Häusern und vom Brunnen am Fischmarktplatz – oder schlicht eine Weihnachtsgeschichte. Man darf sich überraschen lassen.

Legende Legende (Bild: Vorname Name/Agentur (Ort, TT. Monat JJJJ))

Legende Legende (Bild: Vorname Name/Agentur (Ort, TT. Monat JJJJ))

Michela Abbondandolo Inhaberin Restaurant Ilge, Organisatorin Adventsfenster

Michela Abbondandolo Inhaberin Restaurant Ilge, Organisatorin Adventsfenster