Leuchtturm

Ein Osterlachen entlocken Wenn mein Mann nicht gewesen wäre, würden Sie heute einen Leuchtturm lesen «den man also wirklich nicht lesen kann». So lautete jedenfalls sein ehrliches aber vernichtendes Urteil.

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Ein Osterlachen entlocken

Wenn mein Mann nicht gewesen wäre, würden Sie heute einen Leuchtturm lesen «den man also wirklich nicht lesen kann». So lautete jedenfalls sein ehrliches aber vernichtendes Urteil.

Da sitze ich nun also leichtbetupft vor dem Compi und warte, dass mich eine Ostermuse küsst. Dabei habe ich mir so Mühe gegeben! Ich wollte etwas Fröhliches schreiben, das Ihnen ein herzhaftes Osterlachen entlockt hätte. Dies war übrigens in der Kirche früher ein Brauch.

Nach siebenwöchiger Fastenzeit und der Trauer des Karfreitags sollten die Gläubigen mit komischen Geschichten – Ostermärlein genannt – zu befreiendem Lachen finden.

Dass Lachen das Leben schöner macht und man humorvoll viele Dinge ansprechen kann, ist nichts Neues. Komische Geschichten hingegen sind oft etwas heikel. Die einen finden sie lustig, die anderen peinlich.

Ein sicherer Wert, um sich aufrichtig zu freuen, ist der Romanshorner Wald. Vögel zwitschern, ein Meer von Märzenbechern leuchtet zwischen den Bäumen. Die ersten Windröschen, Schlüssel- und Sumpfdotterblumen strecken ihre Köpfe der wärmenden Sonne entgegen, und der erste Froschlaich schwimmt im Bach. Die Natur lebt sie vor, die Auferstehung.

Frohe Ostern!

Sibylle Hug

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