Leuchtturm

Das reinste Schlaraffenland In der Schweiz liegt das Geld auf der Strasse. Man muss sich nur danach bücken. So habe ich in Romanshorn schon so einiges an Münzen und Nötli gefunden.

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Das reinste Schlaraffenland

In der Schweiz liegt das Geld auf der Strasse. Man muss sich nur danach bücken. So habe ich in Romanshorn schon so einiges an Münzen und Nötli gefunden. Auch Gold findet sich in Strassengräben, auf Wiesen und man glaubt es kaum, auch in einem Abfallkübel habe ich schon Gold gefunden.

Auch ans Verhungern ist nicht zu denken, weil es Leute gibt, die es gut meinen und ganze Abfallsäcke mit relativ frischem Brot an Hausecken deponieren. Auf einem Parkplatz fand ich schon fünf Kilogramm Kartoffeln . . .

Ja, und als wir mal am See waren, stand da eine einsame Tasche, weit und breit keiner, der Anspruch darauf erhoben hätte. Darin befand sich Aufschnitt und Wurst, noch weit vom Ablaufdatum entfernt.

Und der neuste Fund, schön abgepackt in weisse Säckli etwa zehn Kilogramm Käse, befindet sich in der Färbergasse. Von der Menge her zu schliessen, könnte man eine ganze Kompanie verköstigen. Müsste man so einen Riesenfund nicht zum Fundbüro bringen?

Ja, man könnte schon denken, mein Hobby sei das Stöbern auf Romanshorns Strassen. Aber das geschieht rein zufällig, weil ich alles Mögliche sehe und interessant finde.

Und zugegeben, ich habe auch schon mit ein paar Kindern einen Suchtrupp gebildet. Wir sind dann losgezogen, um auf diese Weise zu entdecken, was man alles wegwerfen sollte und was besser nicht. Heisst das nun, dass wir eine Verlierer- oder Wegwerfgesellschaft sind?

Beatrice Schild