Leser geben der Gemeinde recht

SALMSACH. Parksündern vor dem Schulhaus Bergli in Salmsach droht eine Busse von 1000 Franken. Eltern, die ihre Kinder zur Schule chauffieren, finden das «abartig». Die Mehrheit der TZ-Leser findet diese Massnahme gut.

Michèle Vaterlaus
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Parkieren im Parkverbot vor dem Schulhaus Bergli: Das kann die Salmsacher 1000 Franken Busse kosten. (Bild: Reto Martin)

Parkieren im Parkverbot vor dem Schulhaus Bergli: Das kann die Salmsacher 1000 Franken Busse kosten. (Bild: Reto Martin)

«Schrecklich, solche Eltern, die sich nicht an die Regeln halten.» Das schreibt ein Leser auf www.thurgauerzeitung.ch zu dem Artikel «1000 Franken Busse sind abartig». Die horrende Busse droht jedem, der sein Auto unerlaubterweise auf dem Lehrerparkplatz vor dem Schulhaus Bergli in Salmsach abstellt. Das sei richterlich verordnet, wie der Gemeindeammann Kurt Helg gegenüber unserer Zeitung sagte. Ursache für die Massnahme ist das Verkehrschaos vor dem Schulhaus, das Eltern verursachen, die ihre Kinder mit dem Auto zur Schule bringen und sie wieder abholen. Eine Tafel oder sogar persönliche Hinweise, dass das Parkieren dort verboten ist, haben nichts genutzt.

Leser geben der Gemeinde recht

Während sich die Eltern – sie machen sich Sorgen um ihre Kinder, weil der Schulweg in und durch Salmsach gefährlich sei – über die Massnahme der Gemeinde ärgern, finden es die Leser der Thurgauer Zeitung richtig, dass radikal durchgegriffen wird: Über 700 Personen haben bis gestern abend online ihre Meinung abgegeben. Davon klickten 63,1 Prozent an: «Gratulation an die Gemeinde. Endlich geht jemand rigoros gegen solche Eltern vor.» 33,7 Prozent finden die Busse «Komplett übertrieben». Den restlichen 3,1 Prozent ist das «egal».

«Begründung ist fadenscheinig»

Die Leser kritisieren in Kommentaren teils die Elterntaxis im allgemeinen: «Die Begründung der Mutter, <Ich habe Angst um meinen Sohn wegen des Verkehrs und wegen Pädophilen. Er ist noch zu klein, um die Gefahren zu erkennen>, ist fadenscheinig», schreibt ein Leser. Ein weiterer fragt sich zudem: «Wie sollen die Kinder so lernen, sich sicher im Verkehr zu bewegen?»