LENGWIL: Jugendliche dürfen auf mehr Platz hoffen

Die evangelische Kirchgemeindeversammlung bekennt sich zur Jugendarbeit und gibt grünes Licht für weitere Abklärungen für einen Raum für die Teenager.

Barbara Hettich
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Seit die Primarschule die Turnhalle umgebaut hat, gibt es für die zahlreichen Jugendgruppen nur noch begrenzten Platz im Kirchgemeindehaus in Lengwil. An einer Diskussionsveranstaltung letzte Woche hatte Daniel Tschannen – in der Kirchenvorsteherschaft für die Liegenschaften zuständig – bereits über mögliche Lösungen für einen Jugendraum informiert. Tschannen stellte am Dienstagabend der Versammlung der evangelischen Kirchgemeinde den aktuellen Stand der Dinge vor. Die Zivilschutzanlagen der Gemeinde seien ungeeignet, es fehlen Tageslicht, Heizung und Fluchtwege. Die Räume im Feuerwehrdepot seien beide vermietet.

Als Alternativlösung präsentierte er die Variante Neubau: «Ein Holzelementbau mit Giebeldach, mit teilbarem Raum von 6 mal 12 Meter, einer kleiner Einbauküche, Bad und Technikraum würde rund 260000 Franken kosten. Ein reiner Containerbau 160000 Franken.» Möglicher Standort wäre auf der Wiese zwischen Kirche und Pfarrhaus.

Nach längerer Diskussion, in der betont wurde, dass auch die anderen Körperschaften eine Verantwortung gegenüber der Jugend hätten, fiel das Resultat der Konsultativabstimmung einstimmig aus. Die Jugend soll ihren Raum bekommen. Das Wie war allerdings umstritten. Zu einem Antrag von David Bregenzer, sich auf die Realisierung eines Neubaus zu konzentrieren, sprachen sich 20 der 54 Stimmberechtigten aus. Die Mehrheit empfahl der Vorsteherschaft, weitere Möglichkeiten zu prüfen.

Stück Land für eine Bushaltestelle

Die Kirchgemeinde stellt der Politischen Gemeinde Lengwil 24 Quadratmeter Land im Baurecht zur Verfügung, um die geplante Bushaltestelle bei der Kirche zu realisieren. Im Gegenzug übernimmt die Politische Gemeinde die Kosten für eine Fussgängerverbindung zwischen Kirche und Parkplatz. Das Geschäft wurde ohne Gegenstimme ­genehmigt. Ebenfalls mit über­wältigendem Mehr segneten die Stimmberechtigten die Rechnung 2016 mit einem Aufwandüberschuss von rund 20000 Franken und das Budget mit einem prognostizierten Rückschlag von rund 35 000 Franken ab.

Seit 2014 ist Pfarrer Timo Garthe als Verweser in der Kirchgemeinde tätig. Mittlerweile hat er für seine Wählbarkeit die nötigen Prüfungen der Landeskirche abgelegt. Mit 47 Stimmen wurde er zum neuen Pfarrer gewählt. Der Einsetzungsgottesdienst wird am 30. April in der Kirche ­Illighausen gefeiert.

Andrea Schnyder und Karin Rutishauser haben auf den 1. Juni ihren Rücktritt aus der Vorsteherschaft eingereicht. Präsident Holger Stiegler konnte der Versammlung als Ersatz Barbara Raimann als Aktuarin und Gudrun Werner als Beisitzerin vorstellen. Mit 53 Stimmen wurden beide gewählt

Barbara Hettich

kreuzlingen

@thurgauerzeitung.ch