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LENGWIL: Internet bis in den hintersten Winkel

Die Gemeindeversammlung bewilligt einen Beitrag von knapp 200000 Franken, damit die Swisscom auch die abgelegenen Häuser mit einem Breitband-Festnetzanschluss versieht.
Urs Brüschweiler

Urs Brüschweiler

urs.brueschweiler@thurgauerzeitung.ch

«Bei uns steht noch eine Freileitung. Werden wir von dem Ausbau auch profitieren können?» Es war die einzige Frage eines Bürgers zu diesem Geschäft der Gemeindeversammlung. Aber sie zielte genau auf den Kern. Seit langem sei die Gemeinde Lengwil mit der Swisscom in Kontakt. Für dieses und nächstes Jahr sei nun ein Ausbau des Breitband-Festnetzes auf dem Gemeindegebiet geplant, informierte Gemeindepräsident Ciril Schmi­diger. Doch das Unternehmen konzentriere sich auf die Ballungsgebiete. Damit aber flächendeckend alle Haushalte in der Landgemeinde vom Tech­nologiestandard «Fibre to the Street» (FTTS) profitieren können, leistet die Gemeinde nun einen einmaligen Infrastrukturbeitrag von 197000 Franken an die Gesamtkosten der Swisscom von 884000 Franken. «So wird Lengwil bis in den hintersten Winkel abgedeckt», erklärte Schmidiger und konnte die Frage des Bürgers entsprechend positiv beantworten. Ob allerdings die Freileitung bestehen bleibe, sei Sache der Swisscom. Der FTTS-Standard bedeute, dass noch maximal 200 Meter Kupferleitung bis zum Hausanschluss bestehen bleiben können. Man erreiche so eine Internetgeschwindigkeit von 500 Megabit pro Sekunde. Der Endkunde ist damit aber nicht an einen Anbieter gebunden. Der Gemeinderat finde das Angebot eine gute Sache. «So kommen wir kostengünstig zu einem flächendeckenden Netz.» Die 71 Lengwiler Stimmberechtigten an der Gemeindeversammlung fanden dies auch und nahmen das Kreditbegehren einstimmig an.

Das Dorf möchte den Bancomaten behalten

Die Schliessung der Raiffeisenbank-Filiale wurde noch zum Thema. Joseph Fleischmann forderte den Gemeinderat auf, sich für den Erhalt des Bancomaten stark zu machen. Und da künftig für Lengwil wohl auch keine Steuereinnahmen mehr anfallen, regte er eine Gewinnbeteiligung für Gemeinden ohne Niederlassung an, analog der Thurgauer Kantonalbank. Gemeindepräsident Ciril Schmidiger konnte ihm diesbezüglich nichts versprechen, um den Bancomaten zu sichern, sei man aber im Gespräch mit der Raiffeisenbank.

Bernhard Bieri platzierte sein Anliegen, dass die Ortsschilder richtig beschriftet werden sollen, nämlich mit «Oberhofen», «Lengwil», «Illighausen» oder «Dettighofen». Die Bezeichnung «Oberhofen-Lengwil» gebe es nicht mehr, und viele Lieferanten würden sich in den Ortsteilen verfahren. Der Gemeinderat werde das prüfen, sagte Schmidiger.

Im September wird der grosse Ausbau des Bahnhofs Lengwil zum «Kreuzungsbahnhof» mit Kundencenter und Unterführung beginnen, informierte der ­Gemeindepräsident. Und seit ­Mittwoch laufe die 30-tägige Vernehmlassung zum neuen Bau­reglement der Gemeinde.

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