LENGWIL: Ein neuer Herzensort

Gestern war ein besonderer Tag für den Ekkharthof, seine Mitarbeiter und Bewohner. Die Bauarbeiten für die Sanierung und Erweiterung des Schulhauses sowie ein neues Gastronomiegebäude haben begonnen.

Nicole D’orazio
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Alle dürfen mithelfen: Bewohner, Mitarbeiter und Verantwortliche des Ekkharthofs stechen die ersten Löcher in die Erde. (Bild: Donato Caspari)

Alle dürfen mithelfen: Bewohner, Mitarbeiter und Verantwortliche des Ekkharthofs stechen die ersten Löcher in die Erde. (Bild: Donato Caspari)

Nicole D’Orazio

nicole.dorazio

@thurgauerzeitung.ch

«Es ist ein kleiner Schritt für die Menschheit, aber ein grosser für den Ekkharthof», sagte Walter Hugentobler, Präsident des Ekkharthof-Vereins, gestern. «Es ist einer der wichtigsten Schritte für die Institution. Denn es geht darum, sie weiterzuentwickeln. Wir haben Vertrauen in sie und sind bereit, zu investieren.» Ein grosser Dank gebühre natürlich dem Kanton. Verantwortliche, Mitarbeiter und Bewohner des Ekkharthofs, der Menschen mit einer Beeinträchtigung Wohn- und Schulraum bietet, feiern den Spatenstich für das 24,4-Millionen-Franken-Projekt. «Heute wird endlich umgesetzt, was über Jahre in Köpfen entstanden ist», sagt Hugentobler. Bald seien die Ideen hörbar und man könne sie auch schmecken.

Endlich eine Turnhalle für die Schüler

«Nach 43 Jahren wird am Ekkharthof endlich eine Turnhalle entstehen», sagt Jürg Bregenzer, Institutsleiter. Die Menge jubelt. «Dazu wird das Schulhaus erneuert und es gibt eine neue Mensa und Küche.» Auch der Eingang werde verändert, um Gäste besser willkommen zu heissen. Viele Jahre habe man nun geplant, Wünsche und Visionen verfolgt, Ziele ins Auge gefasst. «Zum Glück haben wir aber nicht nur einen Kopf, sondern auch Hände und Füsse zur Umsetzung.» Die Pläne seien nun unverrückbar und würden Realität, sagt Bregenzer. «Das Herz spielt auch eine grosse Rolle. Es fühlt, was man denkt und tut.» Er bittet alle Menschen am Ekkharthof, den Ort mit guten Gedanken zu segnen. «So entsteht ein neuer Herzensort.» Voller Freude und Elan sind dann auch alle Bewohner und Mitarbeiter sofort mit dabei, als es heisst, mit den Spaten die ersten Löcher zu graben.