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LENGWIL: «Das Herz macht einen Freudensprung»

5000 Besucher und 159 Schwinger waren am Wochenende Teil des 113. Thurgauer Kantonalen Schwingfests. Ein Anlass, um stolz zu sein, stolz auf den Heimsieg von Samuel Giger, auf die perfekte Organisation und auf Radish, den vierbeinigen Ehrenpreis.
Desirée Müller
Der Thurgauer Samuel Giger macht sich am Brunnen frisch für den nächsten Gang. (Bilder: Reto Martin)

Der Thurgauer Samuel Giger macht sich am Brunnen frisch für den nächsten Gang. (Bilder: Reto Martin)

Desirée Müller

kreuzlingen@thurgauerzeitung.ch

Emile sitzt auf dem Schoss seines Göttis. Er schaut den grossen Männern fas­ziniert beim Schwingen zu. «Ich finde das Sägemehl-Kämpfen spannend», ­erzählt der Fünfjährige aus Tägerwilen und macht grosse Augen, als einer der «Bösen» mit einem dumpfen Schlag auf den Boden fällt. OK-Präsident Ueli Schild steht mit verschränkten, braungebrannten Armen etwas abseits des Trubels. Von weiten beobachtet er Schwinger Domenic Schneider. Seit über zwei Jahren ist er an der Planung des Schwingfestes beteiligt. Zusammen mit den Ressortleitern arbeitete er das Pflichtenheft des Verbandes ab und sorgte dafür, dass das Zusammenspiel der Abteilungen funktioniert. «Es war mehr Aufwand als gedacht. Aber wenn ich mich so umsehe, muss ich sagen, es hat sich jede Sekunde gelohnt», sagt der ehemals aktive Sportler des Schwingclubs Ottenberg.

Der Züchter führt seinen Muni spazieren

Daniela Inauen läuft an Ueli Schild vorbei, schnurstracks in Richtung Stall. Dort warten Radish, Colet, Colina, Navaro und eine Handvoll Schweinchen auf die Besucherin und ihren kleinen Sohn. Ihr Mann ist Betreuer der Appenzeller Schwinger. Somit war Daniela Inauen schon auf so manchem Fest unterwegs. «Der Anlass hier in Lengwil ist perfekt organisiert, es hat genügend Raum um den Schwingplatz herum und der Parkplatz ist nah», sagt sie und wendet sich dann mit einem «Jö» auf den Lippen den Lebendpreisen zu. Radish, der imposante Muni, schaut umher. «Wir haben viel mit ihm geübt und gingen oft spazieren», erzählt Hansruedi Aemisegger. Es sei eine Ehre für ihn, dass sein Muni heute hier stehe, sagt der Züchter und richtet seinen Hut.

Bild: Reto Martin
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Schwingfest in Lengwil

Eine Helferin kennt die Namen der Bösen auswendig

Weiter vorne stehen Jaqueline Baumann und Jessica Widler. Die freiwilligen Helferinnen springen dort ein, wo es sie braucht. «Wir möchten unserem Dorf etwas zurückgeben», erzählen die beiden Lengwilerinnen. Jessica bereitete sich so gut auf den Anlass vor, dass sie die Teilnehmerliste mit den rund 160 Schwingern beinahe auswendig kennt. Nicht ganz so entspannt ist Benjamin Gaccioli, der Vizepräsident des OK. Er tritt in ein paar Minuten selbst an. Der Vereinspräsident des STV Oberhofen Illighausen ist im Schwingclub Bodensee und Rhein aktiv. «Ein gutes Gefühl, dass alles zu klappen scheint», sagt er, bevor er in seine Schwingerhosen steigt. Um drei Uhr wird es zum ersten Mal ruhig in der Kampfarena. Gemeindepräsident Ciril Schmidiger eröffnet den Festakt. «Heute hat unser Dorf viermal mehr Einwohner als sonst», beginnt er seine Rede und lacht. Begeistert von der Besucherschar ist auch Regierungsrätin Carmen Haag. «Die Kameradschaft um und in der Arena ist bewundernswert», findet sie. «Jeder der Schwinger hätte den Sieg verdient. Doch dass Samuel Giger gewinnt, und der Sieg im Thurgau bleibt, freut mich besonders. Da macht mein Herz einen Freudensprung.»

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