LENGWIL: Das fast letzte Rennen

Lukas Flum hat sich mit seiner Seifenkiste zum dritten Mal den Schweizer-Meister-Titel geholt. Doch bald ist es für ihn vorbei.

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«Ja, ich freue mich riesig über den Sieg», sagt Lukas Flum aus Oberhofen. Bei der diesjährigen offiziellen Schweizer Meisterschaft der Seifenkisten in Cugnasco, Tessin, war er einmal mehr erfolgreich. Beim Derby starteten mehr als 60 Teilnehmer aus der ganzen Schweiz. Die Strecke war anspruchsvoll und vollgepackt mit Kurven und Hindernissen. «Das Rennen war aber trotzdem sehr schnell – es gab längere Strecken ohne Bremspunkte», erzählt Flum. Das habe Mut gebraucht. Und den hat der Thurgauer bewiesen: In allen drei Läufen, von denen jeweils zwei in die Wertung aufgenommen wurden, fuhr er eine Bestzeit. Somit konnte er sich mit einem klaren Vorsprung zum dritten Mal den Schweizer-Meister-Titel holen. Auf den zweiten Platz schaffte es Sanja Hilpertshauser aus Gräslikon, auf den dritten Platz fuhr der Müllheimer Fabian Fehr.

Flum reiht sich in eine Serie von Schweizer Meistern aus Ermatingen ein – schon mehrmals konnten Mitglieder des Ermatinger Seifenkistenclubs den Titel für sich beanspruchen.

Flum ist allerdings mit seiner Seifenkiste das letzte Mal eine Schweizer Meisterschaft gefahren. Im Herbst wird er 16 und darf wegen der Altersbegrenzung nicht mehr an den Rennen starten. «Ich werde mich dann mehr auf das Fussballspielen konzen­trieren, ebenfalls ein Hobby von mir», sagt er. Dazu beginnt er bald eine Lehre als Automatiker bei der Stadler Rail. Trotzdem verabschiedet er sich nicht ganz von den Seifenkisten: Flum wird als Trainer hinter den Kulissen weiterwirken. Zuerst muss er aber nochmals selbst sein Können unter Beweis stellen: Bis zu seinem Geburtstag warten noch weitere zehn kleinere Rennen auf ihn. (red/vst)