Lehrkräfte müssen sich wappnen

Wie verhält man sich in schwierigen Situationen? Die Kreuzlinger Primar- lehrpersonen haben sich in einer Weiterbildung mit diesem Thema befasst.

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Ein Lehrer wird interviewt. (Bild: pd)

Ein Lehrer wird interviewt. (Bild: pd)

KREUZLINGEN. Seit zwei Jahren bieten die internen Weiterbildungen der Schule Kreuzlingen ein breites Spektrum zum Thema Auffälligkeiten an. Die Lehrpersonen sollen lernen, in schwierigen Situationen professionell zu analysieren und handeln. Vor einer Woche trafen sich alle Lehrpersonen vorerst zu einem Referat: Flavien Allenspach zeigte humorvoll und lebendig auf, was zu einer erfolgreichen Kommunikation gehört. Mit praktischen Beispielen belegte er, wie gute Fragen, genaues Zuhören und klare Rückmeldungen dazu beitragen, gute Gespräche zu führen.

Breites Repertoire nötig

Anschliessend begaben sich die Lehrpersonen in die Workshops. Allein schon die Titel zeigten, wie vielfältig das Repertoire einer Lehrperson von heute sein muss: Elternarbeit, Mobbing, auffällige Schulkinder, schwieriges Sozialverhalten oder Klartext reden. Praxisbezogen wurde von Fachleuten informiert, sie stellten sich den Fragen und führten zu Diskussionen und Austausch zwischen den Lehrkräften. Wie könnte ich reagieren, wenn Hausaufgaben oft vergessen werden? Wenn ein Kind in der Klasse nicht mehr tragbar ist, welchen Weg schlage ich ein? Wie gehe ich mit den unterschiedlichen kulturellen Hintergründen um? Fallbeispiele wurden analysiert, Szenen gespielt und gefilmt, um Lösungsmöglichkeiten zu finden.

Schritt zur Professionalisierung

Nach vier Stunden intensiver Auseinandersetzung mit den Seiten des Schulalltags war der Weiterbildungsnachmittag zu Ende. Wieder machte die Lehrerschaft einen wichtigen Schritt hin zum professionellen Umgang mit den vielen Facetten der heutigen Schule. Die gewonnenen Erkenntnisse werden in den Unterricht und die Arbeit mit den Kindern und Eltern einfliessen. (red.)

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