«Lehrer müssen aufklären»

Nachgefragt

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Rudolf Strahm, welche Rolle spielen das Elternhaus, die Schule und das Gewerbe, welchen Berufsweg ein Jugendlicher einschlägt?

Das Elternhaus und die Herkunft der Eltern ist der wichtigste Faktor. Heute haben schon 40 Prozent aller Neugeborenen eine ausländische Mutter. Viele stammen aus lateinischen Ländern oder aus dem Balkan, wo es keine Berufslehre gibt. Das Kind soll möglichst an der Uni studieren.

Wie kann da die Schule Einfluss nehmen?

Die Lehrer sind wichtig, um Aufklärungsarbeit zu leisten. Sie müssen diesen Eltern die Vorteile unseres dualen Bildungssystems erklären und aufzeigen, dass ein Kind auch ohne Gymnasium eine erfolgreiche Berufskarriere machen kann.

Und was ist die Aufgabe des Gewerbes?

Wichtig sind Schnupperangebote, um einerseits in verschiedene Berufe hineinschauen zu können, andererseits aber auch um Vorurteile abbauen zu können – gerade im Genderbereich.

Welche Argumente können ins Feld geführt werden, eine Berufslehre zu absolvieren anstatt zur Uni zu gehen?

Nach fünf Jahren haben 26 Prozent aller Uniabgänger noch keine feste Stelle. Bei Absolventen einer Fachhochschule liegt der Wert bei sieben Prozent. (man)