Lea Hartmann in den Gemeinderat Erlen gewählt

ERLEN. Der Gemeinderat Erlen ist wieder komplett. Die parteilose Kandidatin Lea Hartmann setzte sich mit einem Vorsprung von 129 Stimmen gegen Loris Küttel (BDP) klar durch.

Georg Stelzner
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Gemeindeammann Roman Brülisauer gratuliert Lea Hartmann zur Wahl in den Gemeinderat. (Bild: pd)

Gemeindeammann Roman Brülisauer gratuliert Lea Hartmann zur Wahl in den Gemeinderat. (Bild: pd)

Die überlegene Wahlsiegerin konnte ihr Glück zunächst gar nicht fassen. «Ich bin von der Deutlichkeit des Resultats überwältigt», gestand Lea Hartmann, sichtlich gerührt, unmittelbar nach Bekanntwerden des Resultats. Sie habe sich eine 50:50-Chance ausgerechnet und nie einen so grossen Vorsprung erwartet, sagte die 24jährige Studentin. Möglicherweise habe eine Rolle gespielt, dass sie doch einige Jahre älter sei als ihr Mitbewerber. Zudem habe sie in den letzten Tagen noch mit Flyern um die Gunst der Wähler geworben.

Keine Abkehr von der Politik

Loris Küttel nahm das Verdikt des Souveräns mit Fassung zur Kenntnis. Er sei keineswegs verbittert und auch seine Enttäuschung halte sich in Grenzen. Küttel teilt die Ansicht der Wahlsiegerin, dass der Altersunterschied eine wesentliche Rolle gespielt haben könnte. «Mir war klar, dass das Antreten Lea Hartmanns meine Chancen erheblich reduzieren wird», sagte der 18jährige Polymechaniker. Er hätte sich allerdings schon etwas mehr Stimmen gewünscht, räumte Küttel ein. Der Politik werde er trotz der Wahlniederlage nicht den Rücken kehren. «Ich bin jung und möchte weiterhin politisch aktiv sein.»

Die Ersatzwahl war nötig geworden, weil während der laufenden Amtsdauer mit Werner Gsell und Erwin Toppler zwei Gemeinderatsmitglieder zurückgetreten waren. Im ersten Wahlgang am 13. November konnte erst einer der beiden vakanten Sitze vergeben werden. Er ging an den parteilosen Kandidaten Daniel Wirth.

Vorerst weiterhin parteilos

Lea Hartmann freut sich, auf kommunaler Ebene in die Politik einsteigen und gleich Verantwortung übernehmen zu können. Sie ist ab 1. Januar für Umweltschutz, Entsorgung, Gewässer, Land- und Flurwesen zuständig. Sie sei guter Dinge, dass ihr dieses Ressort liegen werde. Ob sie einer Partei beitreten wird, lässt Hartmann offen. «Im Moment ist das kein Thema, aber für alle Zeiten ausschliessen kann ich es auch nicht», sagt die neue Erler Gemeinderätin.