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LANTERSWIL: Festhütte im beschaulichen Dorf

Das Dorf feierte am Wochenende während dreier Tage und Nächte das 150-jährige Schulhaus. Nach 40 Jahren im Dienst verabschiedet wurde Dorflehrerin Margrit Albasini, eine prägenden Figur.
Rudolf Steiner
OK-Präsident Erwin Greminger (ganz rechts) singt mit dem Publikum zum Spiel der Brassband Märwil-Erlen das Thurgauerlied. (Bild: Rudolf Steiner)

OK-Präsident Erwin Greminger (ganz rechts) singt mit dem Publikum zum Spiel der Brassband Märwil-Erlen das Thurgauerlied. (Bild: Rudolf Steiner)

Rudolf Steiner

weinfelden@thurgauerzeitung.ch

Drei festliche, aber auch anstrengende und intensive Tage hat das sonst beschauliche Dorf Lanterswil nach dem vergangenen Wochenende hinter sich. 150 Einwohner zählt die ehemalige Ortsgemeinde heute, zur Zeit des Neubaus des Dorfschulhauses im Jahre 1867 waren es um die 250, und am Jubiläumsfest an den drei Tagen von Freitag bis Sonntag nochmals rund 100 Personen mehr, die im Festzelt mit einem beeindruckenden Programm – dem Musical «Pepino» der Schüler am Freitagabend, dem Treffen der ehemaligen Schüler der zurücktretenden Dorflehrerin Margrit Albasini, dem Auftritt des «Trios vom Hörnli» am Samstagabend und zu guter Letzt dem halben Dutzend Festreden am Sonntagnachmittag – das 150-jährige Bestehen ihres geliebten Schulhauses feierten.

Einer reiste aus Australien ans Klassentreffen an

230 ehemalige Schüler und Schülerinnen waren am Sonntagnachmittag beim Festakt im Festzelt auf dem Steinacker anwesend. Den weitesten Weg unter die Flügel, Räder oder Füsse genommen hat der 55-jährige Rolf Vollenweider aus Australien. Die älteste Ehemalige war die 89-jährige Martha Greminger, die im Unterschied zu Vollenweider keine lange Anreise hatte, sie lebt heute in Stehrenberg.

Zusammen mit den praktisch vollzählig anwesenden Einwohnern und Einwohnerinnen von Lanterswil wohnten rund 350 Gäste dem Festakt bei. Verpflegt wurden sie von den insgesamt 150 Helfern und Helferinnen der beiden Dorfvereine, des Schützenvereins und des Landfrauenvereins Friltschen. Dieser dörfliche Zusammenhalt sei es ja gerade, der Lanterswil so besonders mache, wo es einen Geburtstagskalender aller Einwohner gebe und darum jeder Geburtstag gefeiert werde, sagte Gemeindepräsident Ruedi Zbinden. «So haben die Lanterswiler fast jeden Tag ein Fest, und darum haben wir uns überlegt, ob wir das Gebiet in eine Festplatzzone umzonen sollen», sagte Zbinden. Regierungsrätin Monika Knill stellte in ihrer Festansprache fest, dass der Kantonsbeitrag von 1000 Franken an die Baukosten von 11450 Franken vor 150 Jahren gut investiert worden sei.

Einen speziellen Geburtstagsgruss überbrachte Daniel Meienberger, ein in die Romandie ausgewanderter ehemaliger Lanterswiler, eines der 16 Kinder der Familie Karl und Anna Meyenberger vom «Freihof» in Stehrenberg. Der Gemeindepräsident von Echichens brachte aus seiner neuen Heimat seinem ehemaligen Schreiner-Oberstift Ruedi Zbinden und der nach 40 Jahren Schuldienst zurücktretenden Dorflehrerin Margrit Albasini-Senn einige Flaschen gemeindeeigenen St. Saphorin Village –dazu sang er die Waadtländer Hymne. Für die scheidende Dorflehrerin Margrit Albasini ist nach dem grossen Jubiläums- und Abschiedsfest noch nicht ganz Schluss. Bis Donnerstag gibt sie im 150-jährigen Schulhaus noch wie gewohnt Schulunterricht.

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