LANGRICKENBACH: Schulbürger wollten geheim abstimmen

Knappes Resultat: Mit 52 Ja- zu 45 Nein-Stimmen segnete die Versammlung der Schulgemeinde Langrickenbach den Kreditantrag über 625 000 Franken zur Schulhauserweiterung in Eggethof ab.

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Im November 2016 hatte der Souverän den Projektierungskredit für die Erweiterung des Schulhauses Eggethof deutlich mit 61 zu 19 Stimmen genehmigt. An der Versammlung der Primarschulgemeinde Langrickenbach am Montagabend kam nun der Baukredit über 625000 Franken zur Abstimmung. In den Kosten enthalten sind eine Verlängerung des Neubautrakts aus dem Jahr 1999 um rund sechs Meter sowie verschiedene bauliche wie technische Anpassungen. Zur Überbrückung der Niveau-Unterschiede müsse zudem ein Lift eingebaut werden, dies sei gesetzlich so vorgeschrieben, erklärte Schulpräsident Mathias Roth den 98 stimmberechtigten Anwesenden.

Erneute Kritik am Standort Eggethof

Die Vorlage stiess wie erwartet auf Kritik. Für ein neues Lehrerzimmer und einen Gruppenraum sei der Umbau unverhältnismässig teuer, monierte ein Stimmbürger. Ein weiterer Votant kritisierte, dass die Schulbehörde weiter am Schulstandort Egget­hof festhalten wolle. Dieses Thema hatte bereits im Vorfeld für Diskussionsstoff gesorgt – noch bevor der Planungskredit genehmigt wurde. Für diese Diskussion sei jetzt nicht der richtige Zeitpunkt, dafür sei es nun zu spät, hielt eine Stimmbürgerin dagegen. Ein Antrag auf geheime Abstimmung wurde genehmigt. Mit 52 Ja- zu 45 Nein-Stimmen wurde dem Kredit schliesslich doch noch zugestimmt.

Schulbehörde will die Kosten im Auge behalten

Der Kreditantrag für die Umgebungsgestaltung und den Parkplatzneubau in Eggethof über 120000 Franken genehmigten die Stimmbürger dann in offener Abstimmung mit 61 Ja zu 30 Nein. «Wir nehmen dieses knappe Resultat mit und werden entsprechend das Projekt kosten­bewusst umsetzen», sagte Ma­thias Roth. Der Kreditantrag für einen neuen Schulbus über 55000 Franken passierte ohne grosse Diskussionen.

Trotz der geplanten Investitionen: Der Steuerfuss der Primarschulgemeinde von 60 Prozentpunkten muss nicht angehoben werden. Mit dem Steuerfuss von 33 Prozent der Sekundarschule sei man unter den Vorgaben des Kantons, sagte Roth. «Wir werden auch in den nächsten Jahren damit auskommen.» Diskussionslos wurde folglich auch das Budget 2018 mit einem prognostizierten Verlust von 32510 Franken genehmigt

Barbara Hettich

kreuzlingen

@thurgauerzeitung.ch