LANGRICKENBACH: Musik vereint zwei Vereine

Marschmusik, vermischt mit Dixieland: Das zeichnete die gemeinsame Abendunterhaltung der Musikgesellschaft Altnau und des Musikvereins Langrickenbach aus.

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Die Musikgesellschaft Altnau (blau) und der Musikverein Langrickenbach (gelb) spielen unter der Leitung von Reto Rast. (Bild: Barbara Hettich)

Die Musikgesellschaft Altnau (blau) und der Musikverein Langrickenbach (gelb) spielen unter der Leitung von Reto Rast. (Bild: Barbara Hettich)

Seit vergangenem Herbst proben die beiden Musikvereine Altnau und Langrickenbach gemeinsam. Sie wollen dieses Jahr am Kreismusiktag in Neukirch-Egnach teilnehmen. Betreffend Registerbesetzung ergänzen sich die beiden Vereine bestens. «Nicht ganz einfach war hingegen die Zusammenführung zweier verschiedener Vereinskulturen»,sagte Regula Müller, Präsidentin des Musikvereins Langrickenbach, bei der Begrüssung zum zweiten gemeinsamen Auftritt. Es war die Abendunterhaltung in der Mehrzweckhalle Loowisen in Herrenhof. Der Samstagabend stand, passend zur aktuellen Situation, unter dem Motto «Musik vereint».

Sie spielten sich gegenseitig den Ball zu

Die Vereinigung scheint gelungen. Unter der Leitung des Dirigenten Reto Rast formierten sich die Musikanten in ihren blauen und gelben Uniformgilets zu einem grossen Orchester und boten ein abwechslungsreiches Programm mit vielen Soloeinlagen. Die bereits in die Jahre gekommenen Tenöre gaben das Stück «Junge Tenöre» zum Besten. Das Querflötenregister spielte «Happy Flutes» und die Trompeter «Siesta», während die Percussionisten in «Fascinating Drums» zur Höchstform aufliefen. Einen fliessenden Wechsel zweier Musikstile zelebrierten die beiden Vereine mit dem Stück «Alte Kameraden»: vor der Bühne stramme Marschmusikanten und auf der Bühne eine Dixieland-Formation. So spielten sie sich ge­genseitig den musikalischen Ball zu. Einer der Höhepunkte war «Moment for Morricone». Mit diesem Stück werden sich die Musikanten am Kreismusiktag einer Fachjury stellen. Dass diese Zusammenarbeit Früchte tragen kann, hat sich am Samstagabend jedenfalls bereits gezeigt. Unter der Leitung von Ute Hartwich hatten die Music-Kids und die Beginners aufgezeigt, dass die Musikvereine auf Nachwuchs hoffen dürfen.

Barbara Hettich

kreuzlingen@thurgauerzeitung.ch