LANGRICKENBACH: Im Maisfeld ist der Leu los

Am Samstag feierte das Maila, das Maislabyrinth, Eröffnung. Hinter dem grossen Irrgarten steckt ein tolles Konzept von zwei Jungunternehmern, die damit Kinder und Familien ansprechen wollen.

Desirée Müller
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Ruedi der Leu begrüsst die Besucher des Maislabyrinths in Langrickenbach. (Bild: Thi My Lien Nguyen)

Ruedi der Leu begrüsst die Besucher des Maislabyrinths in Langrickenbach. (Bild: Thi My Lien Nguyen)

Mischa rennt freudestrahlend ins Maisfeld. Normalerweise würde die Mutter des Buben, der bald in die erste Klasse kommt, den Zeigefinger hoch halten. Doch dieses Mal kommt die Idee für eine abenteuerliche Entdeckungstour im Feld sogar von ihr. Im Labyrinth erwarten Mischa und seine Familie zehn unterhaltsame Infotafeln, eine Aussichtsplattform mit Blick über das Labyrinth sowie viele Sackgassen. Bereits nach einer Viertelstunde kommt Mischa mit roten Wangen durchs Ziel gelaufen.

Doris Rüedi und ihr Patenkind Rahel Zellweger nehmen es etwas gemütlicher und finden nach 45 Minuten den Weg aus dem Irrgarten. «Ich war überrascht, wie schwierig es ist, herauszufinden», sagt die Schülerin. Das sei aber super so, ergänzt Rahel.

Bis zum Saisonende viele Veranstaltungen

Gotti Doris ist begeistert vom Konzept von Maila. «Familien können selbst grillieren. Es gibt einen grossen Sandhaufen für Kinder und eine gemütliche Lounge», sagt die Frauenfel­derin. Dazu sind bis zum Saisonende am 24. September immer wieder tolle Highlights wie der Besuch von Globi geplant. Initiant Marc Azzali richtet zwei gemischte Salate hinter dem Tresen her. Zusammen mit einer Portion Pommes und Fischknusperli bringt er die Bestellung geschickt an einen der langen Tische neben dem Maisfeld. Mit seinem Kollegen und Geschäftspartner An­dreas Beurer entwickelte er das Konzept. Mit Ruedi dem Leu haben die Jungunternehmer ein Maskottchen geschaffen, das bald in der ganzen Ostschweiz bekannt werden soll. Eine ganz neue Zielgruppe wartete bei Projektbeginn auf die beiden Thurgauer Eventveranstalter. «Wir sprechen mit dem Maislabyrinth hauptsächlich Familien und Schulen an», erklärt Marc Azzali. Das Rahmenprogramm für die jungen Abenteurer ist imposant: Unter anderem sind eine Traktoren-Rallye für Kinder und ein Maiskolben-Weitwurf geplant. Nach den Sommerferien sind bereits 500 Schüler für einen Ausflug ins Maisfeld angemeldet. Mit Events wie dem Grill-Day wollen die Veranstalter aber auch Erwachsene für einen Besuch im Maisfeld begeistern. Jim Kern überzeugt schon das Labyrinth alleine. «Das war wirklich lustig. Es hat mir da drin nur etwas zu viel Mais», scherzt der junge Mann. Eine halbe Stunde benötigte er. «Ich habe mir aber Zeit genommen, um einige der Tafeln zu studieren. Sonst wäre ich schneller gewesen», sagt er und grinst.