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LANGRICKENBACH: Freiheit für den Mülibach

Nach einer emotionalen Diskussion gaben die Stimmbürger von Langrickenbach am Montagabend grünes Licht für die Renaturierung eines 500 Meter langen Teilstücks des Mülibaches.
Hana Mauder Wick
So soll es aussehen: Auf diesem 500 Meter langen Teilstück wird man den Mülibach künftig wieder plätschern hören. (Bild: pd/Pro Natura)

So soll es aussehen: Auf diesem 500 Meter langen Teilstück wird man den Mülibach künftig wieder plätschern hören. (Bild: pd/Pro Natura)

LANGRICKENBACH. Langrickenbach geht es gut. Finanziell verzeichnet die Gemeinde einen Gewinn von 148 497 Franken. Ohne Gegenwind gingen die Sanierung und der Ausbau der Werkleitungen in der Hauptstrasse, Langrickenbach Süd, über die Bühne. Die Bürger stimmten dem Bruttokredit von 278 000 Franken für die Sanierung der Wasserleitung und den Ausbau der EW-Leerrohranlage an der Kantonsstrasse zu.

Verbesserungen für die Lämmer

Arthur und Gabriela Ziegler planen auf ihrem Landwirtschaftsbetrieb in Herrenhof die Optimierung der bestehenden Lämmertierhaltung mit einem Neubau. Für die dafür erforderliche Zonenplanänderung in eine Landwirtschaftszone für besondere Nutzungen gaben die Anwesenden grünes Licht. Das Baugesuch ist in Arbeit.

Gemeinde ist Durchlauferhitzer

Emotionaler behandelten die Stimmbürger die Renaturierung Mülibach Bruggeragger-Bachwiese. Das Projekt ist seit Jahren ein Thema. 500 Meter Bach sollen aus der Eindolung befreit werden. Das Projekt für 892 000 Franken entstand auf Initiative von Walter Häberlin, der dafür Land zur Verfügung stellt, und wird von Bund, Kanton und Pro Natura finanziell getragen und betreut. «Wir von der Gemeinde sind in dieser Sache der Durchlauferhitzer», erklärte Gemeindepräsidentin Fabienne Schnyder. «Unsere Rolle besteht darin, die finanzielle Abwicklung zu organisieren und damit die Subventionen von Bund und Kanton einzuholen. Wir geben keine Abstimmungsempfehlung ab.» Zahlreiche Votanten meldeten sich zu Wort. «Was geschieht bei Hochwasser?» «Wurden vor 50 Jahren die Bäche an bestimmten Stellen nicht mit gutem Grund in Rohre verlegt?» «Geht wertvolles Kulturland verloren?»

«Was soll das Ganze?»

Kaspar Fröhlich von der Fröhlich Wasserbau AG und Klemens Müller, Amt für Umwelt, standen Red und Antwort. Eine Votantin meinte schliesslich: «Was soll das Ganze? Wir erhalten gratis und franko die Chance, Auflagen des Bundes zu erfüllen und der Natur Sorge zu tragen.» In einer geheimen Abstimmung stimmten 58 von 47 Stimmberechtigten dem Projekt zu.

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