LANGRICKENBACH: Das Schulhaus im Eggethof bleibt

Die Behörde der Primarschule will beide Schulhäuser behalten. Am Donnerstag informierte sie über ihre neue Standortstrategie.

Urs Brüschweiler
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Das Schulhaus Eggethof im Morgennebel. (Bild: Martina Eggenberger Lenz)

Das Schulhaus Eggethof im Morgennebel. (Bild: Martina Eggenberger Lenz)

LANGRICKENBACH. Es war sein erster Auftritt als Schulpräsident, und Mathias Roth erfüllte seine Aufgabe souverän. Das Projekt, für die Primarschulgemeinde Langrickenbach eine Standortstrategie zu entwickeln, hatte er bereits als Behördenmitglied geleitet. Rund 50 Personen besuchten am Donnerstag einen Infoanlass zur Zukunft der beiden Schulhäuser in der Gemeinde. Sie brachten sich im Workshop und bei der Diskussion mit Ideen und Meinungen mit ein. Konkret geht es um die Frage, ob die Primarschule langfristig weiter mit beiden Schulhäusern, Loowisen in Herrenhof und Eggethof, planen, oder sich auf einen Standort konzentrieren will. In der Organisation ergäben sich dadurch immer wieder Herausforderungen wie etwa den Transport der Kinder. Im Schulhaus Eggethof werden heute die 1. bis 3. Klassen unterrichtet, in Herrenhof die 4. bis 6. Klassen. Zudem befindet sich hier der Kindergarten. Die Schülerzahlen sind stabil bis leicht steigend. 109 Kinder sind es aktuell.

Bestehende Infrastruktur weiter nutzen

Die Schulbehörde hat unterstützt durch Berater René Meier viele Optionen durchdacht. Auch die Schliessung des Schulhauses im Eggethof und die Erweiterung der Anlage Loowisen. Die Möglichkeiten eines Ausbaus seien hier aber eingeschränkt und kompliziert, erklärte Roth. Angedacht wurde deshalb auch ein zusätzlicher Neubau in Herrenhof auf der anderen Seite der Loowisenstrasse. Mit einem gleichzeitigen Verkauf des Schulhauses Eggethof wäre diese Lösung zwar finanziell machbar, überzeugt hat sie die Schulbehörde aber nicht. Sie bevorzugt es, weiterhin beide Standorte aufrecht zu erhalten. Mit eingeflossen sind dabei auch emotionale Argumente für den Erhalt des Schulhauses Eggethof. Dieses soll nun gar erweitert werden. An der Schulgemeindeversammlung am 28. November werden zwei Kredite vorgelegt. Damit im Eggethof zu beiden Klassenzimmern auch je ein Gruppenraum zur Verfügung steht, soll ein Anbau realisiert werden. Der Planungskredit beträgt 66 000 Franken, die Kostenschätzung für das Projekt beläuft sich auf 550 000 Franken. Ausserdem soll im «Loowisen» ein Raum geteilt werden, Kostenpunkt knapp 50 000 Franken. Aus der Zustimmung oder Ablehnung der beiden Kredite schliesst die Behörde dann auf das Einverständnis der Bevölkerung zur Standortstrategie. Wie die Diskussionen zeigten, waren aber die meisten Anwesenden zufrieden mit diesem Vorgehen.

Beraten wurde die Zukunft der Turnhalle im Eggethof. Sie ist baulich in schlechtem Zustand und wird für den Schulbetrieb nicht mehr genutzt. Man könnte sich eine Sanierung und Nutzung als Multifunktionsraum vorstellen. Die Kostenschätzung eines Grobprojekts beläuft sich jedoch auf 1,8 Millionen Franken.