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LANGRICKENBACH: Bach bleibt vorerst unterirdisch

Einsprachen verzögern die Renaturierung des Mülibachs. Mit dem Baustart rechnet die Gemeindepräsidentin frühestens im Herbst. Die Rechnung 2016 weist einen Gewinn statt eines Defizits aus.
Manuela Olgiati

Manuela Olgiati

kreuzlingen

@thurgauerzeitung.ch

In ruhigen Bahnen verlief die Rechnungsgemeindeversammlung der Politischen Gemeinde Langrickenbach am Montag. Der informative Charakter setzte sich auch nach der Abnahme der Rechnung unter dem Traktandum Verschiedenes ohne Diskussion fort: Sie werde häufig gefragt, wann denn der Bagger beim Mülibach auffahre, sagte Gemeindepräsidentin Fabienne Schnyder. Wegen drei vorsorglicher Einsprachen und einer Eingabe gebe es Verzögerungen. Vielleicht könne der Baustart im September 2017 oder erst im Frühling 2018 erfolgen.

Es geht dabei um die Öffnung des Mülibachs. 500 Meter sollen aus der Eindolung befreit werden. Das Projekt entstand auf Initiative von Walter Häberlin, der dafür Land zur Verfügung stellt, und es wird von Bund, Kanton und Pro Natura finanziell getragen und betreut. Die Stimmberechtigten haben im Mai 2016 einen Baukredit über 892 000 Franken bewilligt. Die Gemeindepräsidentin informierte über eine Aussprache mit den Anwohnern Ende März unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Es habe sich dabei um Detailfragen, die die Landwirtschaft betreffen, wie Düngabstand und Spritzmittel, gehandelt. Die Fragen werden nun gesammelt und ausgewertet. Man sei weiter in Gesprächen mit den Anwohnern. Wolle man an den Einsprachen festhalten, ist mit weiteren Verzögerungen zu rechnen. Für eine einvernehmliche Lösung setze sich der Gemeinderat ein und entscheide. Es gelte jedoch, die formellen Prozesse einzuhalten, erläuterte Schnyder. Das Gesamtprojekt aber soll danach vom Kanton bewilligt werden.

Weiter informierte sie über das Baureglement, das revidiert werden soll. Die Ursache liege beim 2013 in Kraft gesetzten neuen kantonalen Baugesetz. Dieses sei gestützt auf das Musterbaureglement der Regionen Ober- und Mittelthurgau. Der Gemeinderat wird ein überarbeitetes Reglement voraussichtlich im 2018 den Stimmbürgern vorlegen.

Mehr Steuern und höherer Finanzbeitrag

Die Rechnung 2016 schliesst bei einem Aufwand von knapp 4,5 Millionen Franken mit einem Gewinn von 58172 Franken ab und liegt deutlich über dem budgetierten Defizit. Die Mehreinnahmen sind durch höhere Steuereinnahmen, einen höheren Finanzbeitrag des Kantons sowie einen Buchgewinn durch Verkauf von Finanzvermögen begründet. Der Jahresrechnung und der Verwendung des Gewinnes, dieser wird dem Eigenkapital zugeschrieben, gaben die 58 anwesenden Stimmberechtigten ohne Diskussion ihre Zustimmung.

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