Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

LANGRICKENBACH: Auf ins Leben nach der Politik

Fabienne Schnyder ist zwar erst 40 Jahre alt, hat aber schon eine lange politische Karriere hinter sich. Nach dieser Legislatur tritt sie als Gemeindepräsidentin zurück.
Urs Brüschweiler
Fabienne Schnyder kündigt ihren Rücktritt als Gemeindepräsidentin an. (Bild: Reto Martin)

Fabienne Schnyder kündigt ihren Rücktritt als Gemeindepräsidentin an. (Bild: Reto Martin)

Urs Brüschweiler

urs.brueschweiler@thurgauerzeitung.ch

Die Arbeit bereite ihr zwar noch immer Freude. Doch wie sie es sich bei ihrer ersten Wahl 2011 vorgenommen hatte, wolle sie dann aufhören, wenn die Wenigsten damit rechnen und solange ihr das Amt der Gemeindepräsidentin noch Spass mache. Fa­bienne Schnyder wird bei den kommenden Gesamterneuerungswahlen nicht mehr antreten. Der 31. Mai 2019 wird somit ihr letzter Tag als Gemeindepräsidentin von Langrickenbach sein. Am Montag informierte die SVP-Politikerin, die letztes Jahr erst ihren 40. Geburtstag feierte, den Gemeinderat und die Verwaltung. Gestern folgte die Information an die Medien.

Berufliche Zukunft ist noch offen

Welchen beruflichen Weg sie künftig einschlagen will, ist derzeit noch nicht bestimmt. Nachdem sie im letzten August nach elf Jahren aus dem Kantonsrat zurückgetreten war, wird sie sich nun – zumindest bis auf weiteres – ganz aus der Politik verabschieden. «Ich fühle mich im besten Alter, nach Abschluss der laufenden Legislatur eine neue berufliche Herausforderung anzunehmen.» Derzeit besucht Fabienne Schnyder eine Weiterbildung im Bereich der Finanzen. Eine Aufgabe im Bereich einer Verwaltung könne sie sich in der Zukunft etwa vorstellen, sagt sie gegenüber unserer Zeitung.

24 Stunden pro Tag im Amt

«Für eine Person, welche von ihrem Naturell her nicht unbedingt gerne im Mittelpunkt steht, reichen acht Jahre an der Spitze der Gemeinde», sagt Fabienne Schnyder. Sie merke, dass sie 24 Stunden am Tag Gemeindepräsidentin sei und auch in dieser Rolle wahrgenommen wird, egal wo sie sich bewege. «Das ist eine latente Grundbelastung, auch wenn das natürlich allen Politikern so geht.» Nach zwei Legislaturen und gesamthaft zehn Jahren Gemeinderatstätigkeit wolle sie diese Rolle nun gerne einer anderen Person übergeben. «Ich mache einen Schritt in eine neue Freiheit.» Ihr Ziel sei nun «das Leben nach der Politik».

Wenn sie auf ihre Amtsführung zurückblickt, sieht sie sich als ruhige, unauffällige aber fleissige Gemeindepräsidentin. «Einen Leuchtturm habe ich nicht geschaffen, aber viel Hintergrundarbeit geleistet, die Verwaltung modernisiert und wichtige Infrastruktur-Projekte realisiert.» Stolz ist Fabienne Schnyder darauf, dass Langrickenbach nie negativ in den Medien vorkam und in der Gemeinde ruhig und sachlich diskutiert werden kann. «Wir haben die Hausaufgaben gemacht.»

Der Gemeinderat muss in die Hosen

Die Gemeinde muss nun für die nächsten Wahlen ein neues Oberhaupt finden. Im Hinblick darauf müsse sich der Gemeinderat auch überlegen, ob er die Organisationsstruktur anpassen wolle. Fabienne Schnyder hat ein Pensum von 50 Stellenprozenten als Gemeindepräsidentin. Für sie als zweifache Mutter sei das ideal.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.