LAGE DER FEUERWERKSCHIFFE IM KONSTANZER TRICHTER: Eine ganze Feuerwerk-Flotte

Die Kreuzlinger Nachbarstadt rüstet pyrotechnisch auf und zieht mit dem Fantastical gleich. Am Seenachtsfest-Samstag werden nun von insgesamt sechs Schiffen Raketen in den Himmel gefeuert.

Urs Brüschweiler
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Die Seenachtsfest-Organisatoren Jürgen Wünsche und Thomas Gut und die Feuerwerker Joachim Berner und Manuel Hirt besichtigen auf dem deutschen Polizeiboot die vorgesehenen Positionen für die Abschuss-Schiffe. (Bild: Andrea Stalder)

Die Seenachtsfest-Organisatoren Jürgen Wünsche und Thomas Gut und die Feuerwerker Joachim Berner und Manuel Hirt besichtigen auf dem deutschen Polizeiboot die vorgesehenen Positionen für die Abschuss-Schiffe. (Bild: Andrea Stalder)

Urs Brüschweiler

urs.brueschweiler@thurgauerzeitung.ch

Vermutlich hat es die Konstanzer Organisatoren des Seenachtsfestes schon ein bisschen gewurmt. Das Kreuzlinger Fantastical konnte vergangenes Jahr – auch dank des zusätzlichen Sponsors Ifolor – auf drei Feuerwerkschiffe aufstocken. In der Nachbarstadt wurden derweil noch von zwei Schiffen aus Raketen in den Himmel geschossen. Einen Konkurrenzkampf gibt Jürgen Wünsche, Geschäftsführer der veranstaltenden EFM GmbH, aber nicht als Grund an, weshalb man für den 12. August nachgezogen hat.

«Es war schon lange ein grosser Wunsch», sagt Joachim Berner, der seit Jahren das Konstanzer Feuerwerk kreiiert. Aufwendige technische Abklärungen mit dem Landratsamt und der Wasserschutzpolizei hätten nun aber einen neue Anordnung im Konstanzer Trichter ermöglicht, so dass er ebenfalls drei Schiffe einsetzen kann. Mit der grösseren Breite habe er mehr Möglichkeiten für ein kreatives und imposantes Feuerwerk.

Es gibt wieder ein gemeinsames Finale

Thomas Gut, Geschäftsführer des Kreuzlinger Fantastical, sieht darin einen Schulterschluss zwischen den beiden zeitgleich stattfindenden Volksfesten. In diesem Jahre werde es nämlich wieder ein gemeinsames Finale geben. «Es ist uns ein grosses Anliegen, die beiden Feste näher zusammenzubringen.» Konkrete Pläne gibt es diesbezüglich aber noch nicht.

Konstanz wird am Samstagabend mit seinem 16-minütigen und musikalisch unterlegten Feuerwerk anfangen. Dass sei besser, da dessen Auftakt von den Zuschauern auf Schweizer Seite kaum gesehen werden kann. Viele könnten dann denken, die Konstanzer hätten ihren Einsatz verpasst. Manuel Hirt, der zuständige Feuerwerker in Kreuzlingen, wird seine zwölfminütige und rund 80000 Franken teure Pyroshow gleich danach zünden. Am Schluss kommt das gemeinsame Finale, das rund 2,5 Minuten dauern soll. «Der überwältigende Höhepunkt des Festes», sagt Thomas Gut.