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Lachen, lehren und singen

Zum Gedenken

Wenige Wochen nach seinem 86. Geburtstag ist am 2. März der einstige Weinfelder Reallehrer Karl Wirth-Steiert am Ziel seiner Erdenreise angekommen. In Sirnach als jüngstes von sieben Kindern der Familie Wirth-Huser aufgewachsen, trat er nach seiner Ausbildung am Seminar Kreuzlingen neunzehnjährig seine erste Stelle in Lommis an. Dabei hatte er 60 Schülerinnen und Schüler von der 5. bis zur 8. Klasse zu betreuen. Wie damals üblich, oblag ihm auch die Leitung des katholischen Kirchenchors und des Männerchors.

1954 wechselte er an die Primarschule Sulgen und war dann über 30 Jahre lang als Reallehrer in Weinfelden tätig. Als seine Lieblingsfächer bezeichnete der engagierte Schulmeister den Sing- und Zeichenunterricht. Eine Zeit lang hatte er an der hiesigen Gewerblichen Berufsschule nebenberuflich auch angehende Gärtner, Käser und Köche in allgemeinbildenden Fächern unterrichtet. Als die beruflichen Herausforderungen immer grösser und belastender wurden, entschloss sich Karl Wirth, sich mit 60 Jahren pensionieren zu lassen. 1957 gründeten Karl Wirth und Hildgard Steiert aus Lommis ihre Familie, zu der sich im Lauf der ersten elf Ehejahre die Söhne Adrian, Urs, Simon und Lukas gesellten. Prägend für alle waren die zwei Jahrzehnte im grossen, alten Haus an der Frauenfelderstrasse mit 16 Zimmern und Kammern und einem riesigen Garten.

Karl Wirth war ein durch und durch geselliger Mensch. Mit ihm über Gott und die Welt zu plaudern, hat vielen Mitmenschen manch schöne Stunde beschert. Ein halbes Jahrhundert lang sang er im katholischen Kirchenchor mit und war während 18 Jahren dessen Präsident.

Sportlich fit spielte Karl Wirth über 50 Jahre im Tennisclub Weinfelden, er wirkte im Vorstand und als Spielleiter. Kirchenchor und Tennisclub ernannten ihn zu ihrem Ehrenmitglied. Den schönen Dingen zugetan, pflegte Karl Wirth selber zu malen und zu zeichnen, für Linolschnitte hatte er ein besonderes Flair. Wanderungen, Skitouren im Toggenburg und Aktivdienst bei der Feuerwehr prägten seine Freizeit. Kulturreisen durch Europa, nach Ägypten und nach Mexiko weiteten den Horizont. Gerne klopfte er einen Jass und freute sich über das Werden und Wachsen seiner Familie. Er war mit einem guten Quäntchen Humor gesegnet; träfe Sprüche und ein verschmitztes Lächeln gehörten zu seiner Wesensart. Kurz nach seinem 80. Geburtstag traf ihn ein leichter Hirnschlag, der auf seine letzten Lebensjahre Schatten warf. Gleichwohl stimmten viele, die Karl Wirth begegnen durften, beim endgültigen irdischen Abschied in den Kanon ein: «Der hat sein Leben am besten verbracht, der die meisten Menschen hat froh gemacht.» (fis)

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