KÜMMERTSHAUSEN: Der Spielturm wird eine Attraktion

Die Schüler und ihre Lehrer sind in den Ferien. Ruhig ist es beim Schulhaus Kümmertshausen trotzdem nicht. Bis der Unterricht im August wieder beginnt, entsteht auf dem Areal ein neuer Spielplatz.

Hannelore Bruderer
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Schulpräsident Heinz Leuenberger und Schulbehördenmitglied Yvette Schalch Pivetta vor der Baustelle auf dem Schulareal. (Bild: Hannelore Bruderer)

Schulpräsident Heinz Leuenberger und Schulbehördenmitglied Yvette Schalch Pivetta vor der Baustelle auf dem Schulareal. (Bild: Hannelore Bruderer)

KÜMMERTSHAUSEN. Die Schaufel des kleinen Baggers frisst sich Stück für Stück durchs Erdreich und entfernt den mit Holzstückchen durchsetzten Untergrund, auf dem einst das Spielgerüst Willi und Billi gestanden hat. Bereits am ersten Tag der Schulferien hat das beauftragte Gartenbauunternehmen mit der Neugestaltung des Spielplatzes der Primarschule Kümmertshausen begonnen. Zum Schulbeginn soll er fertig sein. Für die Umgestaltung des Aussenbereichs des Schulhauses haben die Stimmbürger der Volksschulgemeinde Erlen im November 2015 einen Kredit über 220 000 Franken genehmigt.

Klettern und schaukeln

Anstelle von «Willi und Billi» dürfen sich die Kinder über einen neuen Spielturm freuen, der auf einem kleinen Hügel steht und zum Erklimmen einlädt. Wer nicht klettern mag, der schaukelt. Dafür stehen gleich drei Varianten zur Verfügung. Eine herkömmliche Schaukel für den Flug Richtung Himmel, eine Vogelnest-Schaukel für das gemeinsame rundherum Schwingen und eine Hängematte für das entspannende Hin-und-Her-Wiegen. Was bei «Willi und Billi» nicht mehr gewährleistet war, ist bei allen neuen Spielgeräten die Norm – sie entsprechen den Vorschriften der Beratungsstelle für Unfallverhütung.

Seilbahn zur Spielwiese

Die Sitzgelegenheit mit Feuerstelle erfährt ebenfalls einige Anpassungen. «Der Hügel dahinter wird erweitert und ist Ausgangspunkt für eine Seilbahn, mit der die Kinder Richtung Spielwiese gleiten können», erklärt Behördenmitglied Yvette Schalch Pivetta, die das Ressort Infrastruktur und Bauten leitet. «In diesem Bereich wird auch eine Wasserstelle mit Handpumpe erstellt.»

Angeregt durch die Lehrerschaft entsteht im hintersten Bereich der Spielwiese ein naturbelassener Streifen, der über einen neuen Weg zu erreichen ist. Mit Blumenwiese, einem Barfussweg und Bepflanzungen mit Kräutern und Beeren erhalten die Kinder dort Gelegenheit, die Natur durch Fühlen, Riechen und Schmecken zu erfahren.

Aus Termingründen wird der rote Hartplatz erst in den Herbstferien erneuert. Der Sandstreifen für den Weitsprung wird dann zurückgebaut. «Da in Kümmertshausen nur Kindergartenkinder und Unterstufenschüler unterrichtet werden, wird die Anlage nicht mehr genutzt», begründet Schulpräsident Heinz Leuenberger diesen Schritt. «Wie alle unsere Schüler benutzen auch die Mädchen und Buben der Schule Kümmertshausen die moderne Sportanlage auf dem Schulareal in Erlen.»

Bekenntnis zum Standort

Mit der Investition in den Aussenbereich der Schule Kümmertshausen spreche sich die Schule Erlen klar für eine Weiterführung dieses Schulstandortes aus, bekräftigt Leuenberger.

Allein mit den Kindern aus dem Dorf Kümmertshausen wird die erforderliche Schülerzahl für den dort betriebenen Kindergarten und die Unterstufe derzeit jedoch nicht erreicht. Deshalb besuchen auch einige Kinder aus Erlen die Schule in Kümmertshausen. Mit der Einteilung habe es bisher keine Probleme gegeben, so der Schulpräsident. Dies liege aber auch daran, dass die Schule mit den Eltern den Dialog suche und alle Vor- und Nachteile klar aufzeige.