Kühlsystem der Arena ist kaputt

KREUZLINGEN. In der Kreuzlinger Eishalle muss ein grösserer Schaden behoben werden. Dank einer temporären Anlage gibt es ab nächster Woche doch noch Eis.

Martina Eggenberger Lenz
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Das 8 Tonnen schwere Notkühlaggregat wird geliefert. (Bild: pd)

Das 8 Tonnen schwere Notkühlaggregat wird geliefert. (Bild: pd)

KREUZLINGEN. In der Eishalle wird normalerweise ab Mitte August Eis produziert, um dem EHCKK die Trainings zu ermöglichen. Doch dieses Jahr warteten die Vereinsmitglieder vergeblich auf den ersten Einsatz in der Bodensee-Arena. Als die Verantwortlichen die Eismaschine starteten, mussten sie bald feststellen, dass etwas nicht in Ordnung ist. «Offensichtlich gibt es eine undichte Stelle im Kühlsystem», sagt Verwaltungsratspräsident Matthias Mölleney. Wasser sei in den Ammoniak-Kreislauf gelangt, worauf die Kompressoren nicht mehr gelaufen seien. Ammoniak fungiert als Kühlmittel.

Eismeister schafft Tag und Nacht

Wo genau die undichte Stelle und wie gross der Schaden tatsächlich sei, werde in den nächsten Tagen analysiert. «Wir hoffen, dass wir das Leck rasch finden», sagt der VR-Präsident. In der Zwischenzeit hat sich die Führung der Bodensee-Arena entschieden, eine temporäre Anlage zu mieten, um trotzdem Eis machen zu können. Das provisorische System wird praktisch über das bestehende gelegt, das in der Zwischenzeit ohne Zeitdruck untersucht und repariert werden kann. Es wurde gerade installiert und in Betrieb genommen. Der Geschäftsführer der Arena, Marcel Wick, rechnet damit, dass er ab Montagabend Eis hat. «Wir arbeiten im 24-Stunden-Betrieb, um das Eis möglichst schnell aufzubauen.» Jede Stunde wird eine neue Schicht hergestellt und geebnet.

Kosten unklar

Wick rechnet damit, dass das Notkühlaggregat die nächsten drei Wochen in Kreuzlingen laufen wird. Kostenpunkt: rund 40 000 Franken. Wie viel die Reparatur des alten Systems kosten wird, dazu wagt noch niemand eine Prognose. Matthias Mölleney betont, dass das Kühlsystem regelmässig gewartet werde. Eine grössere Revision habe es erst letztes Jahr gegeben.

Die Eisproduktion im Sommer ist für die Arena grundsätzlich ein Kostenfaktor. Der lokale Eishockeyclub besteht logischerweise darauf, um sich optimal auf die Saison vorbereiten zu können. Damit zusätzliche Einnahmen generiert werden können, vermietet die Arena die Halle auch an externe Vereine. Am Mittwoch reisen die Clubs aus Wallisellen und Urdorf für ein Lager an. Bis dann sollte das Eis-Problem ja gelöst sein.