Kreuzlinger Jugendmusik war auch in Berlin spitze

KREUZLINGEN. Organisatorisch klappte nicht alles beim internationalen Blasmusikfestival in Berlin. Zwei tolle Konzerte, das schöne Wetter und das Flair der deutschen Hauptstadt entschädigten aber die Musiker des Blasorchesters der Jugendmusik Kreuzlingen für Pleiten, Pech und Pannen.

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Die Kreuzlinger Jugendmusik im Einsatz in Berlin. (Bild: pd)

Die Kreuzlinger Jugendmusik im Einsatz in Berlin. (Bild: pd)

KREUZLINGEN. Organisatorisch klappte nicht alles beim internationalen Blasmusikfestival in Berlin. Zwei tolle Konzerte, das schöne Wetter und das Flair der deutschen Hauptstadt entschädigten aber die Musiker des Blasorchesters der Jugendmusik Kreuzlingen für Pleiten, Pech und Pannen. Obwohl sie viel zu spät mit der Probe für das Festivalkonzert beginnen konnten, liessen sie sich nicht aus der Ruhe bringen. Die Jugendlichen lieferten am Abend eine qualitativ hochstehende Darbietung ab und erreichten den ersten Platz im Wettbewerb. Der direkte Konkurrent, ein Jugendblasorchester aus Finnland, spielte ebenfalls mitreissende und eindrückliche Stücke und beeindruckte mit einer Orchestergrösse von über 70 Instrumentalisten.

Reine Kür am nächsten Tag

Das Unterhaltungskonzert der beiden Orchester am Ufer des Wannsees am darauffolgenden Tag war dann reine Kür und wurde mit begeistertem Applaus der Gäste und der mitgereisten Fans belohnt. Die Abschlussveranstaltung in einem Lokal in der Nähe des Brandenburger Tors stand ganz im Zeichen der internationalen Freundschaft, welche zwischen den jungen Musikern aus der Schweiz und Finnland entstand.

Der krankheitsbedingte Ausfall des Festivaldirektors hatte zu diversen Komplikationen geführt, welche Musizierende, Dirigent, Begleitpersonen und Chauffeur teilweise an ihre Grenzen führten. Immer wieder waren Improvisation und Flexibilität nötig. Die anstrengende Reise mit einer Rückfahrt über 12 Stunden habe sich aber gelohnt, sagte Dirigent Stefan Roth, der sich über das Auftreten seines Jugendblasorchesters höchst zufrieden zeigte.

Shoppen und eine Currywurst

Auch ein kulturelles Programm durfte nicht fehlen. Eine Bootsfahrt auf der Spree und eine Stadtrundfahrt zeigte den Schweizern einige Highlights von Berlin. Auch zum Shoppen gab es Zeit, und die für Berlin typische Currywurst wurde nicht nur einmal serviert.

Die nächste Herausforderung wartet schon: Anfang September wird Stefan Roth mit den Musikern nach Avenches reisen und dort am stimmungsvollen Avenches Tattoo teilnehmen.