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KREUZLINGEN: Zum zehnten Mal ein dickes Plus

Die Jahresrechnung der Stadt Kreuzlingen schliesst auch 2016 wieder mit einem satten Überschuss von 1,6 Millionen Franken. Trotz Steuersenkung und budgetiertem Defizit.
Urs Brüschweiler

Urs Brüschweiler

urs.brueschweiler@thurgauerzeitung.ch

«Es ist meine zehnte Jahresrechnung, die ich präsentieren darf», sagte Stadtpräsident Andreas Netzle. Nachdem er im Sommer sein Amt niederlegen wird, fügte er an: «Und somit auch meine letzte.» Umso mehr freute sich Netzle, dass er gemeinsam mit dem städtischen Finanzchef Thomas Knupp wiederum mit einem hervorragenden Ergebnis aufwarten konnte. Die Rechnung schliesst mit einem Gesamterfolg von 1,6 Millionen Franken. Im Vergleich zu den letzten Jahren – seit 2007 wies die Stadt in jedem Jahr über zwei Millionen Franken Gewinn aus – ist das zwar leicht weniger. Jedoch wurde auf das Jahr 2016 der Steuerfuss um vier Prozentpunkte gesenkt und der Voranschlag sah eigentlich ein Minus von 1,8 Millionen Franken vor. Man liegt also 3,4 Millionen Franken über Budget.

Höhere Rückerstattungen bei der Sozialhilfe

Die Ursache für das deutlich über der ursprünglichen Erwartung liegende Finanzergebnis liegt zum grössten Teil bei der Sozialhilfe. Das Konto «wirtschaftliche Hilfe» sieht in der Rechnung 2,3 Millionen Franken (circa ein Drittel) besser aus als im Budget. Es wurde allerdings nicht weniger Unterstützung geleistet, sondern die Rückerstattungen von Institutionen waren höher als erwartet. «Unsere Annahmen sind nicht eingetroffen», sagte der Stadtpräsident.

Eingebrochen sind die Steuereinnahmen von juristischen Personen. Statt 5,6 Millionen Franken wie im Vorjahr kassierte die Stadt 2016 noch 4,1 Millionen Franken von den Unternehmen. «Man spürt, dass die Gewinnmargen derzeit zurückgehen», kommentierte der Stadtpräsident. Auch die Steuern der natürlichen Personen sind rückläufig, allerdings nur leicht. 28,1 Millionen Franken Steuern zahlten die Kreuzlinger 2016 in die Stadtkasse, 2015 waren es noch 29 Millionen Franken. Hauptsächlich ist das bedingt durch die Steuerfusssenkung. Doch dass die im Voranschlag ausgewiesenen 28,5 Millionen Franken nicht erreicht wurden liege auch daran, dass die Nachzahlungen von Vorjahren zurückgingen und die Bevölkerung nicht mehr so stark wuchs.

Intensives Controlling

Bei vielen weiteren Positionen wurde weniger ausgegeben oder mehr eingenommen, sodass am Ende ein Überschuss in der Rechnung zu stehen kam. Andreas Netzle lobte denn auch die Budgetdisziplin und das Kostenbewusstsein der Verwaltung. «Der beeinflussbare Aufwand ist unter Kontrolle, es gibt keine unnötigen Ausgaben.»

Investitionen sind zu tief

Die Stadt verfügt nach diesem Überschuss über ein Nettovermögen von rund 45 Millionen Franken. «Die Finanzen sind kerngesund, somit sind wir bereit für die kommenden Investitionen», sagte Netzle. In der Tat sind die geringen Investitionen so etwas wie die Kehrseite der Medaille. Gerade 6,1 Millionen Franken waren es 2016. «Das muss mehr sein», betonte der Stadtpräsident. Auch wenn sich der Betrag gegenüber dem Vorjahr immerhin fast verdoppelte. Der Wille wäre vorhanden, doch seien bei vielen Projekten die Verzögerungen durch die Stadt nicht beeinflussbar. Immerhin sind mittlerweile bewilligte, aber noch nicht realisierte Investitionen im Gesamtwert von 67 Millionen Franken aufgelaufen. Der grösste Brocken ist das Stadthaus.

Die Rechnung der Stadt Kreuzlingen wird am 20. April von der Finanz- und Rechnungsprüfungskommission beraten und am 11. Mai im Gemeinderat behandelt.

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