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KREUZLINGEN: Zu wenig Platz für Hunde

In der Stadt gibt es kaum Orte, wo sich die Vierbeiner noch frei bewegen und mit Artgenossen herumtollen können, findet die Familie Reale. Sie hat eine Petition für eine Hundezone gestartet.
Martina Eggenberger Lenz

Martina Eggenberger Lenz

martina.eggenberger@ thurgauerzeitung.ch

Hunde, die in Kreuzlingen leben, müssen vor allem eines: immer schön Fuss laufen. In den Wohnquartieren und entlang der Strassen versteht sich das von selbst. Und in den Naherholungsgebieten rund um die Stadt gilt vielerorts Leinenpflicht. Zum Beispiel im Seeburgpark, bei den Leng­wiler Weihern, im Waldreservat Bernrainhau und demnächst auch noch im Tägermoos. Einfach herumspringen, schnüffeln, Hund sein, das ist hier schwierig. Familie Reale will mit ihrer Petition Abhilfe schaffen. Die Be­sitzer einer einjährigen Boxerhündin fordern, dass die Stadt Freilaufflächen in Form von eingezäunten Hundezonen schafft und der Öffentlichkeit zur Ver­fügung stellt. Heidi Reale hat vor kurzem eine Unterschriftensammlung gestartet.

Hundeparks sind in Italien verbreitet

Die Idee ist zusammen mit ihrem Sohn Americo und ihrem Mann Francesco entstanden. Das Problem sei, dass es in Kreuzlingen kaum Orte gebe, wo Hunde und ihre Halter soziale Kontakte pflegen könnten. Aufgrund der Bevölkerungsdichte und der hohen Hundepopulation sei dringend Handlungsbedarf gefragt. Der Familie Reale schwebt vor, dass die Stadt den Hündelern eine grosszügige, eingezäunte Fläche zur Verfügung stellt, wo Hunde und ihre Besitzer sich sorglos aufhalten können, ohne mit Fussgängern, Joggern, Kindern oder anderen in Konflikt zu kommen. Zwar gebe es einen Platz für die Hundeschule. «Das ist gut und toll», sagt Heidi Reale. Aber man gehe nicht jeden Tag in die Hundeschule und es sei auch nicht ­jeder ein Vereinsmensch. Hundeparks seien in anderen Ländern, zum Beispiel Italien, sehr verbreitet, erzählt die Kreuzlingerin. Auch in Basel gebe es seit einiger Zeit einen grossen Hundespielplatz. Der Petitionärin schwebt eine Minimalgrösse von 20-mal 20 Meter eines Areals vor.

Konstanz ist weniger streng als Kreuzlingen

Wenn Reales heute mit Enna spazieren gehen, dann darf sie nur an wenigen Orten frei laufen. «Das geht noch am See entlang Richtung Bottighofen oder am Saubach nach, dort, wo der Pilgerweg beginnt.» Besonders irritierend findet die Hundehalterin, dass es in der Nachbarstadt Konstanz weniger strikte Regeln gibt. Dort gilt in den Wintermonaten die Leinenpflicht am See nicht. In ihrer Petition beruft sich Heidi Reale auf ein Merkblatt des Bundesamtes für Veterinärwesen. Dort steht, dass Hunde mehrmals täglich im Freien ausgeführt werden müssen. Sie sollen so die Umgebung erschnüffeln, Artgenossen begegnen und ihren Spieltrieb und Bewegungsdrang beim gemeinsamen Herumtollen ausleben können. Die Petition läuft voraussichtlich bis Weihnachten.

Stefan Borkert, der Präsident des kynologischen Vereins Kreuzlingen, hat von der Unterschriftensammlung Kenntnis genommen. Er schätzt das Problem aber nicht als besonders dringend ein. «Es gibt im Thurgau durchaus hundefeindlichere Gemeinden als Kreuzlingen.» Eine geschlossene Hundewiese berge eben auch Konfliktpotenzial, meint Borkert – unter den Hunden, den Haltern, aber auch hinblicklich möglicher Anwohner. Hingegen wäre eine grössere Auslaufzone mit Hundevorrang aus Sicht des Hundetrainers durchaus wünschenswert. Das Allerwichtigste aber sei so oder so eine gute Hundeerziehung.

Kontakt

hundepetition@bluewin.ch

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