KREUZLINGEN: Wirtschaft wählt Niederberger

Die Vorstände des Gewerbevereins und des Arbeitgebervereins kommen nach einem ­Kandidaten-Hearing zum Schluss, dass sie Stadtschreiber Thomas Niederberger am meisten überzeugt.

Urs Brüschweiler
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Urs Brüschweiler

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@thurgauerzeitung.ch

Eine Partei hat Thomas Niederberger nicht im Rücken. Aber im Wahlkampf um das Amt des Kreuzlinger Stadtpräsidenten kann der 47-jährige Stadtschreiber nun auf die wichtige Unterstützung der lokalen Wirtschaftsverbände zählen. Diese verschickten gestern Nachmittag eine entsprechende Mitteilung an ihre Mitglieder und die Medien.

Für Montag hatte ein Gremium, bestehend aus Vorstandsmitgliedern des Arbeitgeber­verbandes und von Gewerbe Kreuzlingen alle Kandidaten zu einem Hearing eingeladen.

Ein etwas unscharfes ­Kandidatenfeld

Erschienen waren fünf der sechs bisher öffentlich bekannten Bewerber: Thomas Niederberger, Alexander Salzmann, Edith Wohlfender, David Blatter und Jörg Stehrenberger. Ernst Zülle war aus terminlichen Gründen verhindert und konnte nicht teilnehmen. Dem Vernehmen nach waren auch noch ein oder zwei weitere bisher unschlüssige Kandidaten dabei. Einer von ihnen war Daniel Moos von der Freien Liste. «Alle haben sich während circa 25 Minuten präsentieren und vorstellen dürfen. Die Kandidaten stellten uns ihre Ideen und Absichten vor und beantworteten Fragen», berichtet Andreas Haueter, Präsident des Kreuz­linger Gewerbeverbandes. Im Anschluss hätten die sieben Verbandsvertreter diskutiert und ­einen Entscheid getroffen. «Aufgrund dieser Einzelgespräche kam das Gremium zum klaren Entschluss, den Kandidaten Thomas Niederberger offiziell zu unterstützen. Seine Präsentation, seine klaren Vorstellungen, aber auch sein Engagement für die Stadt sowie seine Kenntnisse und seine Fähigkeiten, zwischen den unterschiedlichen Interessen zu vermitteln und dadurch Kräfte zu fokussieren, haben uns überzeugt», heisst es in der gemeinsamen Mitteilung der beiden Wirtschaftsverbände.

Wie diese Unterstützung für Thomas Niederberger im Wahlkampf konkret aussieht, werde man zeitnah besprechen. Ge­werbepräsident Andreas Haueter und Arbeitgeberpräsident Jürg Kocherhans wollen sich dabei eng abstimmen. Beim Gewerbeverband wäre für eine offizielle Wahlempfehlung auch eine Befragung der rund 240 Mitglieder denkbar. Beim regional strukturierten Arbeitgeberverband sei dies hingegen nicht sinnvoll.