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KREUZLINGEN: «Wir werden locker Gold holen»

Seit 2006 darf sich die Stadt mit dem Label «Energiestadt» schmücken. Aktuell wurde die Zertifizierung mit Bravour bestätigt. Für die nächste Überprüfung 2022 winkt ein höheres Ziel.
Urs Brüschweiler
Die Fotovoltaikanlage auf dem Dach des Schiesser-Areals ist eine der neusten der Technischen Betriebe Kreuzlingen. (Bild: PD)

Die Fotovoltaikanlage auf dem Dach des Schiesser-Areals ist eine der neusten der Technischen Betriebe Kreuzlingen. (Bild: PD)

Urs Brüschweiler

urs.brueschweiler@thurgauerzeitung.ch

Kreuzlingen: 73 Prozentpunkte. Im Januar hat der sogenannte Re-Audit für die Auszeichnung als Energiestadt stattgefunden. «Wir wurden genau unter die Lupe genommen», sagt Stadtrat Ernst Zülle. Am 27. März flatterte dann die erwartete und erhoffte Nachricht ins Stadthaus. «Wir haben die Erneuerung der Zertifizierung mit Bravour bestanden». Mit einem Erfüllungsgrad von 75 Prozentpunkten hätte Kreuzlingen sogar das nächste Ziel erreicht und dürfte sich dann die Bezeichnung «Energiestadt Gold» auf den Briefkopf drucken lassen. Das muss allerdings verschoben werden. «2022, bei der nächsten Überprüfung, werden wir das locker schaffen», sagt Zülle. Mit einigen zusätzlichen Massnahmen hätte man das Resultat schon dieses Mal über die Grenze heben können, sind sich Zülle und der Energiebeauftragte der Stadt Kreuzlingen, Gunter Maurer, sicher. Aber man wolle sich eben nicht nur knapp reinmogeln, sondern das Ziel klar und deutlich erreichen.

Mit Stadthaus und Egelsee wird’s deutlich besser

Man habe in den letzten Jahren auch entsprechend viel investiert, berichten Zülle und Maurer. Alle städtischen Liegenschaften wurden oder werden noch energetisch saniert. Auf dem Schiesser-Areal produziere man mittlerweile selber Strom mittels Photovoltaik und weitere Anlagen sollen folgen. Mit den beiden Vorzeigeprojekten Stadthaus und Hallenbad werde man in diesem Bereich in naher Zukunft noch viele Pluspunkte sammeln. Beim Label Energiestadt geht es aber noch um viel mehr.

Die finanzielle Förderung zu Sanierungen alter Liegenschaften durch Private habe man 2016 verbessert. «Wir haben die Schwelle für Zuschüsse gesenkt», sagt Zülle. Zudem gibt es kostenlose Energieberatungen und die Stadt veranstaltet Informationsabende. Auch im Bereich Mobilität kann Kreuzlingen punkten, und nicht nur mit den Hybrid-Stadtbussen. E-Tankstellen schiessen zwar nicht gerade wie Pilze aus dem Boden, aber nach der ersten Schnellladestation an der Marktstrasse sollen bald drei weitere folgen. Nicht zu vergessen, dass der Normalkunde der technischen Betriebe reinen Wasserstrom bezieht.

Fernziel: 2000-Watt-Gesellschaft

Beim Label Energiestadt gehe es in erster Linie um eine Vorbildfunktion, welche die Stadt erfüllen wolle, stellt Ernst Zülle fest. «Wir können von den Bürgern nicht energiegerechtes Bauen verlangen, wenn wir selber Energieschleudern sind.» Es gehe um eine glaubwürdige Energiepolitik und diese bringe für Kreuzlingen auch einen Imagegewinn mit sich. Am Ziel angelangt sei man aber noch lange nicht. Nicht nur das Erreichen des «Gold»-Labels hat sich die Stadtverwaltung auf die Fahne geschrieben, auch für die Ziele der «2000-Watt-Gesellschaft» verpflichte man sich im städtischen Energie-Richtplan. Dieser ambitionierte Weg beinhaltet die markante Senkung des C02-Ausstosses und des Energieverbrauchs bis 2050, mit entsprechend definierten Zwischenzielen.

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