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KREUZLINGEN: «Wir sind eine günstige Lösung»

Das Nein zu No Billag ist eine wichtige Etappe für den Deal der Bodensee-Arena mit dem Schweizer Fernsehen. Verwaltungsratspräsident Matthias Mölleney sagt, welches die nächsten Schritte sind.
Martina Eggenberger Lenz

Martina Eggenberger Lenz

martina.eggenberger@ thurgauerzeitung.ch

Die Bodensee-Arena AG möchte die Eishalle ab 2019 fix für mehrere Jahre jeweils von September bis Mai an das Schweizer Fernsehen SRF vermieten. Nachdem das Schweizer Stimmvolk letztes Wochenende die No-Billag-Initiative abgelehnt hat, können die für Kreuzlingen wichtigen Vertragsverhandlungen aufgenommen werden.

Herr Mölleney, haben Sie sich gefreut über das Abstimmungsergebnis in Kreuzlingen mit einem Nein-Anteil von 66 Prozent?

Nun, mit einer Ablehnung von 90 Prozent haben wir natürlich nicht rechnen können. Von da her ist das Resultat gut und es hat mich gefreut. Ich interpretiere das klare Ergebnis so, dass die Mehrheit der Kreuzlinger Bevölkerung unsere Strategie mit der Mischnutzung mitträgt.

Es wurde kommuniziert, man müsse die Abstimmung abwarten, bevor der Deal unterzeichnet werden kann. Können Sie den Vertrag jetzt aufsetzen?

So schnell geht das nicht. Die SRG hat ja angekündigt, dass sie rund 100 Millionen einsparen will. Bevor nicht entschieden ist, wo der Rotstift angesetzt wird, können wir nicht vorwärts machen. SRF-Unterhaltungschef Christoph Gebel, mit dem ich nach wie vor in gutem Kontakt bin, hat mir ein Ergebnis bis Ende März in Aussicht gestellt.

Sind mittlerweile noch andere Bewerber aufgetaucht?

Wie ich gehört habe, gibt es schon noch andere Interessenten, die gerne an das SRF vermieten würden. Ich bin jedoch überzeugt, dass momentan niemand gleich gute Rahmenbedingung anbieten kann.

Könnte das Sparprogramm negative Folgen für die Bodensee-Arena haben?

Ich glaube nicht. Wir sind für das Fernsehen ja bereits eine günstige Lösung. Und es wurde gesagt, dass der Sparhebel dort angesetzt werden soll, wo es der Zuschauer nicht merkt. Ich gehe nicht davon aus, dass das Programm und damit die Shows, die bei uns produziert werden könnten, zusammengestrichen werden.

Das Warten geht also weiter. Gibt es in der Zwischenzeit schon Resultate aus der Betriebsanalyse, die externe Berater im Zusammenhang mit dem Fernseh-Vertrag und der geforderten Kompromisslösung für den Eissport ausarbeiten?

Das Konzept soll bis Ende April vorliegen. Im Raum stehen nach wie vor drei Varianten für die Kompromisslösung, von optimal bis günstig. Momentan wird die betriebswirtschaftliche Analyse erstellt. Entschieden ist nichts. Im Idealfall sind diesen Frühling gleich beide Papiere parat, die Analyse und der Vertragsentwurf mit dem Fernsehen.

Es stand ja im Raum, dass das Fernsehen sich eventuell auch länger als bis 2027 in der Bodensee-Arena einmieten will. Kann es sein, dass der Vertrag gleich in diese Richtung formuliert wird?

Nach den aktuellen Entwicklungen in der Branche wahrscheinlich nicht. Fakt ist aber, dass das grosse Studio 1 in Zürich nicht ersetzt wird. Insofern wird das Fernsehen einen neuen Standort brauchen, auch längerfristig. Eine lange vertragliche Bindung ist jedoch unrealistisch. Der Trend geht eher in die andere Richtung. Das bedeutet, dass es nach Ablauf der Vertragsdauer dann neue Verhandlungen gäbe.

Ist es denkbar, dass das Fernsehen in Kreuzlingen auch in die Infrastruktur investiert? Oder müssten diese voll über den Mietertrag amortisiert werden?

Das Fernsehen investiert grundsätzlich nicht in fremde Liegenschaften. Deshalb ist für uns ein möglichst mehrjähriger Mietvertrag ja so wichtig.

Gibt es sonst noch neue Entwicklungen in der Arena?

Wir überlegen gerade, ob wir in eine Bodenabdeckung investieren sollen. Wir machen in der Halle ja ab Spätsommer Eis. Nun haben wir aber Anfragen für eintägige Veranstaltungen zwischen August und Oktober erhalten. Diese können wir nur durchführen, wenn die Leute nicht an den Füssen frieren müssen.

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