KREUZLINGEN: Wichtiges Bindeglied gefunden

Der Stadtrat hat einen Bauherrenvertreter als operative Projektleitung für das Stadthaus bestimmt. Die Zürcher Firma Dany Waldner AG hat Erfahrung mit grossen Bauvorhaben und verfügt über gute Referenzen.

Nicole D’orazio
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Nicole D’Orazio

nicole.dorazio@thurgauerzeitung.ch

Ein weiterer wichtiger Schritt im Stadthausprojekt ist gemacht. Der Stadtrat hat die Zürcher Firma Dany Waldner AG als Bauherrenvertreter ausgewählt, wie die Stadt Kreuzlingen mitteilt. Die Firma übernimmt die operative Projektleitung im 47,5-Millionen-Franken-Bauvorhaben. Das heisst, sie ist für die Begleitung der bevorstehenden Phasen der Projektierung, der Ausschreibung bis zur Fertigstellung des Baus zuständig. Zudem ist die Firma Bindeglied zwischen Politik, Verwaltung, Architekten und den ausführenden Baufirmen.

Der Stadtrat setzte ein Beurteilungsgremium ein, das die Bewerbungen in einem zwei­stufigen Evaluationsprozess beurteilte. Darin Einsitz hatten: Heinz Theus, Leiter Bauverwaltung; Erol Doguoglu, Kantonsbaumeister; Rainer Sigrist, Bauingenieur, und Michael Bühler, Architekt und bisheriger Bauherrenvertreter.

Vier Bewerber wurden genauer geprüft

Insgesamt zwölf Büros nahmen an der Präqualifikation teil. ­Anschliessend führte das Beurteilungsgremium mit vier aus­gewählten Bewerbern vertiefte Gespräche durch. Nach deren Abschluss empfahl das Gremium dem Stadtrat, dem Zürcher Büro Dany Waldner AG das Mandat für die Bauherrenvertretung zu erteilen. «Im Gremium sassen alles versierte Leute, die Erfahrung mit solchen Projekten haben», sagt Ernst Zülle, Stadtrat Departement Bau. «Wir wollten natürlich das beste Büro, das Erfahrung und gute Referenzen hat, auswählen.» Wichtig sei dem Stadtrat vor allem, dass das Büro die Kosten bei früheren Projekten im Griff hatte und die Qualität der Bauten stimmte. Die Verhandlungen mit der Dany Waldner AG laufen noch, wie Zülle sagt. Die Kosten für den Bauherrenvertreter sind im Baukredit von 47,5 Millionen Franken inbegriffen.

Auf der Stadtverwaltung soll jedoch noch eine Stelle für einen Assistenten des Bauherrenvertreters geschaffen und ausgeschrieben werden. «Diese muss allerdings mit dem Budget 2018 ­genehmigt werden», erklärt der Stadtrat. «Wir brauchen jemanden, der die vielen Baustellen ­betreut und sich mit der Materie auskennt.» Da das Stadthaus eines von mehreren geplanten Vorhaben gleichzeitig sei, wolle man diese Stelle schaffen. «Wir sind eine Bewilligungsbehörde und keine Bauherren.»

Das Stadthaus-Projekt sei in der Zwischenzeit im Hintergrund weiter vorangetrieben worden, sagt Zülle. «Die Architekten haben die Fassade überarbeitet. Sie haben meiner Meinung nach eine gute Lösung gefunden. Die Stadtbildkommission hat sie auch schon angeschaut.» Für die Baukommission habe man eine Liste mit Personen zusammengestellt, aber noch nicht von allen eine Antwort erhalten. «Die Namen sollten wir bald bekanntgeben können.» Die erste Sitzung der Kommission soll im kommenden Frühjahr stattfinden.

Geplantes Parkhaus wird vorgezogen

Gemäss Terminplan soll der Spatensicht für das neue Stadthaus im Herbst 2019 erfolgen, der Bezug ist 2021 geplant. «Wir möchten den Bau des geplanten Parkhauses beim Hafenbahnhof vorziehen», sagt Zülle. Das habe den Vorteil, dass dieses die nötigen Parkierungsmöglichkeiten bietet, wenn mit der Stadthaus-Baustelle begonnen wird. «Im Allgemeinen kann ich zudem sagen, dass die Vorbereitungen gut verlaufen.» Man nehme sich Zeit, genau zu planen, damit der Ablauf sicher sei und auch die Kosten eingehalten werden.