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KREUZLINGEN: Viermal grössere Fläche birgt einige Probleme

Der Vorstand des Tierparks will den Vorschlag des WWF für die neue Weide genau prüfen.
Nicole D’orazio
Anfang April war im Tierpark Kreuzlingen Tag der offenen Tür. (Bild: Andrea Stalder)

Anfang April war im Tierpark Kreuzlingen Tag der offenen Tür. (Bild: Andrea Stalder)

Der Zwist zwischen dem Tierpark Kreuzlingen und dem WWF wegen einer Einsprache gegen ein Baugesuch für eine neue Weidefläche war Thema an der Generalversammlung des Tierparks am Mittwoch. Präsident Elmar Raschle informierte die Mitglieder (unsere Zeitung berichtete). «Wir würden gerne neue Weidefläche für die Geissen nutzen, um das Parasitenproblem in den Griff zu bekommen. Bei der Stadt war man damit einverstanden und der bestehende Pachtvertrag für das Land wurde aufgekündigt.» Im Dezember habe man dann die Einsprache des WWF erhalten. «Dieser ist in der Folge nie direkt auf uns zugekommen, um das Gespräch zu suchen.»

An einem runden Tisch mit der Stadt habe man sich dann letzte Woche die Vorschläge des WWF angehört, erläuterte der Präsident. «Einer hat sich dabei herauskristallisiert.» Es geht nun um die ganze Fläche oberhalb – also südlich – des Tierparks bis zum Radweg. Das ist viermal mehr als angedacht.

Einige Bedenken, dass die Tiere verwildern

«Die Idee hat den Vorstand etwas überrascht. Wir müssen nun genaue Abklärungen treffen, bevor wir eine Stellungnahme verfassen», sagte Raschle. Es stellten sich viele Fragen: Was bedeute die viel grössere Fläche für den Verein aus finanzieller Sicht? Müsste man die personellen Ressourcen erhöhen? Was für Auswirkungen hätte sie für die Tiere? «Heute sind sie es sich gewohnt, an den Hag zu kommen und kennen den Kontakt zu den Menschen. Verwildern sie, wenn sie eine so viel grössere Weide zur Verfügung haben?», fragte Raschle. «Zudem wird es für uns schwieriger, die Tiere täglich genau zu beobachten, um festzustellen, ob sie gesund sind.» Man sei offen für die Idee, wolle aber nicht vorschnell und unter Zeitdruck entscheiden. «In Zusammenarbeit mit der Stadt werden wir eine Absichtserklärung verfassen und dem Einsprecher zustellen.» Dieser habe in Aussicht gestellt, das laufende Verfahren zu sistieren.

Von den Anwesenden ergriff nach den Ausführungen niemand das Wort. Auch Jost Rüegg, Mitglied des Vereins Tierpark und Vertreter des WWF, nicht. «Die Ausführungen stimmten und ich hatte nichts hinzuzufügen», sagte Rüegg anschliessend.

Verein häuft Eigenkapital für später an

Kassierin Ruth Beringer präsentierte die Rechnung 2017. Diese schliesst mit einem Gewinn von rund 28000 Franken ab. «Damit steigt das Eigenkapital auf 395000 Franken», sagte sie. Der Verein lebt von Spenden und Gönnern. Knapp 300000 Franken wurden letztes Jahr an Spendengeldern eingenommen. Die Stadt Kreuzlingen zahlt dem Verein jährlich 80000 Franken. «Es ist unüblich, so viel Vermögen anzuhäufen», sagte Raschle. «Aber es stehen hohe Investitionen von rund einer Million Franken an, wenn wir den Tierpark auf die heutigen Tennisplätze erweitern dürfen. Da braucht es noch einige Anstrengungen.»

Nicole D’Orazio

nicole.dorazio@thurgauerzeitung.ch

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