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KREUZLINGEN: Venedig bleibt ihr grosses Traumziel

Vor zehn Jahren ist Gaby Brühwiler mit dem Velo an die Adria gefahren. Zum 60. Geburtstag hat sie die Reise mit dem Kajak wiederholt. Mit drei Begleitern ist sie über 400 Kilometer auf dem Po gepaddelt.
Martina Eggenberger Lenz
Gruppenbild zum Schluss der Reise in der Lagune von Venedig: Gaby Brühwiler, Jürgen Schneider, Harald Gessner und Wolfgang Schönwald. (Bild: pd)

Gruppenbild zum Schluss der Reise in der Lagune von Venedig: Gaby Brühwiler, Jürgen Schneider, Harald Gessner und Wolfgang Schönwald. (Bild: pd)

Zum runden Geburtstag hat sich Gaby Brühwiler besondere Ferien geschenkt: sie ist mit dem Kajak in zwei Wochen nach Venedig gepaddelt. Schon 2007 ist sie zur Lagunenstadt gefahren, damals mit dem Velo.

Vor einiger Zeit ist sie dann während eines Ausflugs mit dem Paddelclub Kreuzlingen am Lago Maggiore auf die Idee gekommen: Man könnte doch einfach weiterfahren, den Ticino und den Po hinunter, bis zum Meer. Die Idee hat Harald Gessner, dem Wanderwart des Vereins, gut ­gefallen. Das Kreuzlinger Duo hat den Kontakt zum befreundeten Konstanzer Club gesucht und dort zwei weitere Mitglieder für die Expedition akquirieren ­können. «Die Chemie hat sofort ­gestimmt», berichtet Gaby Brühwiler.

Entlang des Flusses ist die Natur noch unberührt

Es gab ein paar Treffen im Vorfeld zur Vorbereitung der Tour. «Der Po ist kein gängiges Paddelgebiet. Es gibt kaum Literatur, wir hatten einzig einen Reisebeschrieb aus dem Internet.» Und so war das Abenteuer für das Quartett schliesslich eine Reise ins Ungewisse. Ausgangspunkt der Tour war Pavia. Die Stadt liegt am Ticino. Zehn Kilometer später mündet dieser in den Po, dem längsten Fluss Italiens. Die Gegend, durch die das Wasser führt, ist meist völlig naturbelassen. Orte am Ufer gibt es wenige. «Manchmal mussten wir Wasser und Proviant für drei Tage mitführen, ehe wir wieder irgendwo einkaufen konnten», erzählt Harald Gessner. Die Wander-Paddler haben auf ihrer Tour oft wild campiert, auf Sandbank-Inseln oder Schafweiden. «Das war Natur pur. Wir haben kaum je einen Menschen gesehen», schwärmen die Kreuzlinger Abenteurer.

Überhaupt sei der Po viel schöner als sein Ruf. Der Fluss sei manchmal so breit, dass man sich auf einem See wähne. Die Qualität des Wassers sei gut, das abendliche Bad gehörte für die vier dazu. Etwa 40 Kilometer haben die Paddler täglich zurückgelegt. «Körperlich war das sehr anstrengend», sagt Gaby Brühwiler, die beruflich als Sachbearbeiterin bei der Stadt tätig ist. Nach der Idylle eröffnete sich den Wanderern auf den letzten Kilometern eine andere Welt. Statt durch sanfte Landschaften ging es nun durch Kanäle mit Schleusen. An den Stränden lag Abfall. Und ganz zum Schluss kam es fast noch zu einem Malheur: Jetzt waren die Paddler ganz nah an den Schifffahrtslinien der Megafrachter. Deren Massen sorgen regelmässig für kleine Tsunamis. «So wurden unsere Boote fast weggeschwemmt.» Passiert ist zum Glück nichts und die Paddler erreichten nach zwei Wochen unversehrt ihr Ziel.

Martina Eggenberger Lenz

martina.eggenberger@ thurgauerzeitung.ch

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