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KREUZLINGEN: Umzug in die Stadt geglückt

Die Stiftung Mansio hat das Offene Atelier vom Verein für Sozialpsychiatrie übernommen. Es hat einen neuen Standort.
Lenka Roth (rechts) ist froh über die langfristige Standortlösung in Kreuzlingen. (Bild: Kurt Peter)

Lenka Roth (rechts) ist froh über die langfristige Standortlösung in Kreuzlingen. (Bild: Kurt Peter)

Das Offene Atelier war bis vor kurzem auf dem Gelände der Psychiatrischen Klinik in Münsterlingen untergebracht. Das war jedoch nur provisorisch. Am 1. Ju­ni übernahm die Stiftung Mansio das Atelier, intern ist es in das Wohnheim «Schilfluggä» inte­griert. Dessen Leiter Lutz Goldbecker ist froh, dass es nun eine langfristige Standortlösung gibt: «Der Umzug nach Kreuzlingen ist abgeschlossen, die zentrale Lage ist aus meiner Sicht perfekt, um das Angebot für viele Menschen leicht zugänglich zu machen.» Auch finanziell wurde eine gute Lösung gefunden. Der Wunsch des kantonalen Sozialamtes nach einer Leistungsvereinbarung kann mit der Stiftung umgesetzt werden. So wurde das Atelier zur ersten IV-finanzierten Tagesstätte des Kantons.

Tatsächlich werden die offenen Räume an der Hauptstrasse 22 in Kreuzlingen auch von Passanten, die sich für das Atelier interessieren, besucht. Dessen Leiterin Lenka Roth sieht das sehr positiv: «Das Interesse an unserer Arbeit ist gross, wir wurden sehr gut aufgenommen». Sie spricht von einer wechselseitigen Belebung und von Integration. Das sei auch das Ziel eines sehr offenen Angebotes.

15 Personen aus dem ganzen Kanton werden derzeit im Atelier betreut. Dabei beschränkt sich die kreative Arbeit nicht nur auf das Malen. «Es wird gezeichnet und getöpfert, es wird mit Ton oder auch Holz gearbeitet», erklärt Roth. Und Goldbecker meint, dass «wir neben der Betreuung auch die Kunst mitnehmen». Das Atelier verfüge zudem über ein Budget, das auch eine Praktikumsstelle für Kunsttherapeuten zulasse.

Mögliche Zusammenarbeit mit Kunstinteressierten

Lenka Roth sieht im Standort Kreuzlingen weitere Vorteile. Sie schätzt die Entwicklung der Stadt im kulturellen Bereich. Auch wenn das Atelier noch im Aufbau sei: «Wir sehen grossartige Möglichkeiten, mit der Stadt sowie Kunst- und Kulturinteressierten eine Zusammenarbeit aufzubauen.» Dazu beitragen könne, dass ein Besuch des Ateliers auch für nicht IV-Bezieher in Zukunft möglich sein soll. «Bis dahin müssen wir aber noch viele Abklärungen, nicht nur finanzieller Art, treffen», sagt Goldbecker. Die Anlaufstelle sorge für Stabilität und Struktur bei den Betroffenen. Zunächst sei er froh, dass der Fortbestand dieses wichtigen Angebotes gesichert sei. Neben den hellen Räumlichkeiten steht dem Atelier auch eine Küche sowie der Garten zur Verfügung. «Unsere kreativen Besucher arbeiten bei gutem Wetter sogar direkt vor dem Haus.»

Wer sich für das Atelier interessiert, bekommt im Januar 2018 anlässlich eines Tages der offenen Tür die Möglichkeit für weitere Informationen.

Kurt Peter

kreuzlingen@thurgauerzeitung.ch

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