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KREUZLINGEN: Subway steht am Pranger

Ein ehemaliger Mitarbeiter fühlt sich abgezockt und klagt die Sandwich-Kette an. Das Unternehmen wehrt sich gegen die Vorwürfe und erklärt, weshalb das Lokal verwaist ist.
Annina Flaig
Hier gibt es schon länger keine Sandwichs mehr: Die Subway-Filiale an der Romanshornerstrasse ist seit 2015 geschlossen. (Bild: Donato Caspari)

Hier gibt es schon länger keine Sandwichs mehr: Die Subway-Filiale an der Romanshornerstrasse ist seit 2015 geschlossen. (Bild: Donato Caspari)

KREUZLINGEN. Er habe 13 Stunden täglich geschuftet und sei abgezockt worden. Das erzählt ein ehemaliger Subway-Mitarbeiter dem «Sonntags-Blick». Tatort ist die Filiale der amerikanischen Sandwich-Kette im Osten von Kreuzlingen. Das Restaurant wirft seit längerem Fragen auf, ist es doch seit März 2015 geschlossen. Das Logo prangt jedoch noch immer gross am Gebäude an der Romanshornerstrasse 97 neben der Drogerie-Kette Müller.

Der Lohn war nur mündlich abgemacht

Die Geschichte liegt rund vier Jahre zurück. Der ehemalige Subway-Mitarbeiter behauptet, sieben Monate lang – bis zu seiner Kündigung – nur 3800 Franken anstatt der mündlich vereinbarten 4800 Franken Lohn erhalten zu haben. Beschuldigt wird der Besitzer der Kreuzlinger Filiale. Dieser ist auch Geschäftsführer der Firma Franchise Development AG, denn Subway wird im Franchisesystem geführt. Der Fall wurde offenbar bereits im Frühling am Bezirksgericht Baden AG verhandelt. Dabei sei der Restaurant-Besitzer verpflichtet worden, 1600 Franken Lohn nachzuzahlen. Bezahlt hat er, wie der «Sonntags-Blick» wissen will, nie. Stattdessen habe er seinen ehemaligen Angestellten beschuldigt, Geld gestohlen zu haben, und vergangenen Freitag bei der Staatsanwaltschaft Aargau eine entsprechende Anzeige eingereicht. Letzteres bestätigt Heiko Trautwein, Gebietsentwickler von Subway Ostschweiz, gegenüber unserer Zeitung. «Der Angestellte hatte 1900 Franken entwendet und seine Schuld teilweise sogar schriftlich eingestanden», stellt Trautwein klar. Ansonsten entspreche die Darstellung der Boulevardzeitung nicht den Tatsachen. «Es ist unglaublich, wie hier die Wahrheit verdreht wurde. Das werden wir nicht auf uns sitzen lassen.»

«Der Filialleiter war in Wirklichkeit ein Praktikant»

Es stimme zwar, dass der 31jährige Mann lediglich 3800 Franken Lohn kassiert habe. «So stand es aber auch im Arbeitsvertrag. Denn er war bei uns nicht, wie er behauptet, als Filialleiter, sondern als Trainee angestellt.» Ein Trainee hat laut Trautwein bei Subway einen etwas besseren Status als ein Praktikant. «Wir haben einen Anwalt eingeschaltet und werden rechtliche Schritte gegen die Boulevardzeitung und unseren ehemaligen Mitarbeiter prüfen», sagt Trautwein. Die Schliessung der Filiale in Kreuzlingen habe nichts mit dem Fall zu tun. «Uns erging es in Kreuzlingen wie dem übrigen Gewerbe. Die Filiale konnte sich gegenüber dem Einkaufstourismus nicht behaupten. Deshalb wurde sie geschlossen.» Das Logo sei noch da, weil man noch nicht entschieden habe, ob die Filiale definitiv geschlossen bleibt. Der Kläger, dessen Name der Redaktion bekannt ist, war gestern für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Den Zeitungsartikel hat er unterdessen auf seinem Facebookprofil veröffentlicht. Darunter schreibt er: «Den besten Teil durften sie nicht drucken.»

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