KREUZLINGEN: Stadt investiert laufend in Werkleitungen

Das Netz für Strom, Gas und Wasser ist in einem guten Zustand. Das soll auch so bleiben.

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Im Gemeinderat ist er mittlerweile nicht mehr. Doch der Stadtrat ist Bruno Rieser noch eine Antwort schuldig. Im Dezember hat der SVP-Vertreter eine schriftliche Anfrage zum Thema Zustand der Werkleitungen eingereicht. Rieser ging es darum, herauszufinden, wo die Stadt diesbezüglich steht und welche Investitionen auf die Werke zukommen werden. «Über alles betrachtet» seien die Werkleitungen der Technischen Betriebe in einem guten Zustand, heisst es in der Antwort des Stadtrates beruhigend. Man investiere kontinuierlich, um das Niveau zu halten.

Piketteinsätze sind ein Indikator

Sanierungen würden dort vorgenommen, wo es eine Häufung von Rohrbrüchen im Wasserleitungsnetz gebe. Auch Tests wie die Gas-Lecksuche oder Wasser-Druckprüfungen sowie auch das Alter der Leitungen an sich könnten ausschlaggebend sein. Ausserdem versuche man, Sanierungen zu koordinieren, auch mit Unterhaltsarbeiten des Kantons und der Bauverwaltung. Die Erdgasleitungen sind in Kreuzlingen durchschnittlich 19 Jahre alt, das Wasserleitungsnetz ist 32 Jahre und das Elektrizitätsnetz 26 Jahre alt. Die jährlichen Investitionen ins Stromnetz liegen bei rund 1,5 Millionen Franken, Gas und Wasser kommen mit Investitionen von je einer Million Franken aus. Beim Gas geht es noch immer um Ausbau und Verdichtung des Netzes, beim Wasser stehen fast ausschliesslich Sanierungen auf dem Programm.

Es gibt auch Gebiete, in denen der Zustand der Netze unterdurchschnittlich gut ist. Sie werden vorrangig saniert. Als Beispiele werden die Zihlstrasse, die Fliegauf-/und Haldenstrasse sowie die Spiesshaldenstrasse genannt. In den nächsten fünf Jahren werden ein halbes Dutzend Sanierungsgebiete konkret, unter anderem die Romanshornerstrasse. Prognosen für einen weiteren Zeithorizont zu machen sei nicht ohne weiteres möglich, weil dazu die Datenbasis fehle. (meg)