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KREUZLINGEN: Sie wollen doch nur geliebt werden

Trotz der gleichen Sprache missverstehen sich Deutsche und Schweizer immer wieder. Axel Julius Fündeling hat bei «Literatur in den Häusern» aus einem Knigge für beide Seiten vorgelesen.
Barbara Hettich
Im Wohnzimmer der Familie Stähli: Alle sitzen bequem und hören Axel Julius Fündeling zu. (Bild: Reto Martin)

Im Wohnzimmer der Familie Stähli: Alle sitzen bequem und hören Axel Julius Fündeling zu. (Bild: Reto Martin)

Barbara Hettich

kreuzlingen

@thurgauerzeitung.ch

«Willkommen in unserer Stube», begrüssen Paul und Elsbeth Stähli am Sonntagabend die über 20 Gäste in ihrer Wohnung an der Säntisstrasse in Kreuzlingen. Stählis sind begeisterte Gastgeber der Veranstaltungsreihe «Literatur in den Häusern» und stellen ihr Wohnzimmer seit Jahren für eine der intimen Lesungen zur Verfügung. «Für uns ist das immer ein Genuss, wenn ein Profi liest», sagt Paul Stähli, nachdem alle – mit einem Glas Wein und Apérogebäck versorgt – einen Platz in seinem Wohnzimmer gefunden haben.

Der Schauspieler Alex Julius Fündeling vom Theater Konstanz hat es sich am Tischchen mit der Leselampe gemütlich gemacht. Er wird aus dem Buch «Exgüsi: Ein Knigge für Deutsche und Schweizer zur Vermeidung grober Missverständnisse» von Sandra Willmeroth und Fredy Hämmerli lesen. Der deutsche Schauspieler ist seit 16 Jahren mit einer Schweizerin liiert. Beim Lesen dieses Buches hätten beide sehr viel gelacht, begründet er seine Wahl.

Viel zu lachen – über sich und die anderen

Eine gute Wahl. Die deutschen und Schweizer Gäste bei Familie Stähli verbringen gemeinsam einen vergnüglichen Abend, bei dem es sehr viel über sich selbst und die anderen zu lachen gibt. In witzigen Dialogen – sei es bei einem Verkaufsgespräch in einer Bäckerei oder bei einem Telefonat – wird den Besuchern mit Augenzwinkern vor Augen geführt, dass die gegenseitigen Vorurteile auf Redewendungen und Rituale von Teutonen und Helvetiern zurück zu führen sind. Allein die unterschiedliche Wortwahl von «Ich kriege» und «Ich hätte gerne» bringen Unbehagen in die zwischenmenschliche Beziehungen. Dabei möchten der resolute Deutsche und der etwas scheue Schweizer doch einfach nur geliebt werden. Zum Schluss der Lesung gibt es noch Empfehlungen für die zwischenmenschlichen Begegnungen zwischen Deutschen und Schweizern mit auf den Weg. «Wahrscheinlich sollte jeder Deutsche dieses Buch lesen, bevor er in die Schweiz zieht», lautet das Fazit eines Gastes. Bedauert wird von vielen, dass das Buch längst vergriffen ist. Doch es gibt eine Lösung: In der Bibliothek könne es ausgeliehen werden, sagt eine Bibliothekarin der Kreuzlinger «Büecherbrugg».

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