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KREUZLINGEN: Schlaraffenland auf dem Boulevard

Zum fünften Mal fand das Chrüzlinger Fäscht statt. Die Besucher hatten die Qual der Wahl zwischen vielen Spezialitäten, einem abwechslungsreichen Bühnenprogramm und Workshops.
Desirée Müller
Freudige Einweihung der Piazza Cisternino: Patrick Wiget, Luca Convertini, Peter Ludwig und Andreas Netzle. (Bild: Desirée Müller)

Freudige Einweihung der Piazza Cisternino: Patrick Wiget, Luca Convertini, Peter Ludwig und Andreas Netzle. (Bild: Desirée Müller)

Desirée Müller

kreuzlingen

@thurgauerzeitung.ch

Die Paella köchelt vor sich hin und verströmt den Duft nach Sonne, Sand und Meer. Am Nachbarstand bereitet Heinz Lanz Sushi-Häppchen und Okonomiyaki, die japanische Version einer Pizza, vor. Vorfreude liegt in der Luft. Es ist 11 Uhr, in einer Stunde werden Hunderte Besucher den Boulevard stürmen. Zuerst schenken die Gäste ihre Aufmerksamkeit der neu gestalteten Piazza Cisternino, wo es sich auf der einladenden Sitzbank entspannen lässt. Nicht wenige der Besucher der Einweihungsfeier der Piazza blicken aber immer wieder über ihre Schultern und liebäugeln mit dem sich verführerisch drehenden Kebapspiess und den süssen Früchten am Ecuador-Stand.

Langjährige Verbundenheit mit Cisternino

Nach einem Blick auf Luca Convertini, Stadtpräsident von Cisternino, wirft sich Andreas Netzle die Kreuzlinger Schärpe über. «Wenn Luca seine Schärpe trägt, mache ich es ihm nach», erklärt der Kreuzlinger Stadtpräsident. Bereits 2011 wurde die Piazza auf den Namen der apulischen Partnerstadt getauft. Im Rahmen des Chrüzlinger Fäschts wird nun der Treffpunkt eröffnet. Netzle spricht von einer starken Verbundenheit mit Cisternino und davon, dass die Städte seit Jahrzehnten eine innige Zusammenarbeit und Freundschaft verbinde. Luca Convertini hofft, dass die Beziehung auch von den künftigen Generationen weitergetragen wird. Als Highlight wurde eine «Tafel der Freundschaft» enthüllt. Auch der stellvertretende Bürgermeister von Wolfach, Peter Ludwig, der zweiten Partnerstadt, ist begeistert.

Um halb 12 strömen die Einweihungsgäste ins Schlaraffenland. Der 12-jährige Josh Hungerbühler aus Flawil beisst in einen Kebap. Sein Vater Walter geniesst einen Mojito. Er möchte sich danach durch die asiatische Küche schlemmen. «Vor allem den Stand von Japan nehme ich genauer unter die Lupe.» Josh ist begeistert. «Von einigen Ländern habe ich noch nie gehört und kann sie nicht mal richtig aussprechen.» Thomas Niederberger, Organisator des Festes, schaut dem bunten Treiben zu. Er strahlt. «Als das Fest vor fünf Jahren das erste Mal stattfand, träumte ich davon, dass es dieses 2017 immer noch gibt», erzählt der Stadtschreiber. «32 Länder sind vertreten. Sie geben sich grosse Mühe mit dem Zubereiten von typischen Gerichten und den traditionell dekorierten Ständen.» Gleich hat er auf der Ifolor-Bühne seinen Einsatz. Nachdem der italienische Konsul aus Zürich die Gäste der Eröffnungsfeier des Festes begrüsst hat, werden alle 40 OK-Mitglieder auf die Bühne gerufen. Die Begeisterung der Besucher sorgt für Gänsehaut. Die Mitglieder sind in den Gewändern ihrer Nation gekleidet und sie können ihren Stolz nicht verbergen. Der Zusammenhalt ist förmlich greifbar.

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