KREUZLINGEN: Salzmann ist der Kandidat

Überraschend deutlich entschied sich die FDP-Versammlung am Donnerstagabend, Alexander Salzmann ins Rennen ums Stadtpräsidium zu schicken. Mitbewerber René Knöpfli nahm es sportlich.

Urs Brüschweiler
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Alexander Salzmann mit den FDP-Co-Präsidentinnen Pia Donati und Barbara Jäggi. (Bild: Urs Brüschweiler)

Alexander Salzmann mit den FDP-Co-Präsidentinnen Pia Donati und Barbara Jäggi. (Bild: Urs Brüschweiler)

Urs Brüschweiler

urs.brueschweiler@thurgauerzeitung.ch

Alexander Salzmann hat seinen Job offenbar sehr gut gemacht. Kurz nach 20 Uhr kam am Donnerstagabend die Nachricht aus dem Haus Trösch, der erste Wahlgang hätte bereits die Entscheidung gebracht. Die FDP- Ortspartei hatte um 19 Uhr mit ihrer Nominationsversammlung begonnen. Die beiden Gemeinderäte Alexander Salzmann und René Knöpfli durften den 59 anwesenden Parteimitgliedern ihre Kandidaturen für das Amt des Stadtpräsidenten präsentieren. Anschliessend wurde diskutiert und schliesslich geheim abgestimmt. 37 Liberale schrieben Salzmanns Namen auf den Zettel, 17 Knöpflis und fünf liessen ihn leer. Ein klares Verdikt. «Alexander Salzmann hat sich gut verkauft und positioniert», berichtet Co-Parteipräsidentin Pia Donati beim anschliessenden Apéro. «Man hat gespürt, er ist motiviert und will etwas bewirken.»

Keine wilde Kandidatur

Der unterlegene René Knöpfli zeigte sich als fairer Sportsmann und akzeptierte das Resultat. «Er war besser heute.» Für ihn sei der Weg nun zu Ende, er habe keinerlei Amibitionen, noch als wilder Kandidat anzutreten. «Es war eine gute Erfahrung für mich, und nun wünsche ich Alexander alles Gute für den Wahlkampf.»

Der frischgebackene FDP-Kandidat hingegen strahlte und durfte zahlreiche Gratulationen entgegennehmen. «Es ist eine wahnsinnige Ehre für mich. Es ist gigantisch, ich kann es selber noch nicht recht glauben.» We­nige Wochen nachdem Andreas Netzle seinen Rücktritt angekündigt hatte, habe er sich innerlich entschieden und sich seither ­intensiv mit dem Amt und dem Wahlkampf beschäftigt. Natürlich sei es für ihn bis zur Nominationsversammlung ein Blindflug gewesen, ob sich der Aufwand letztlich auch auszahlen würde. Doch mit seiner Präsentation hat Salzmann am Donnerstagabend die Partei überzeugen und hinter sich scharen können.

«Aber jetzt geht es erst richtig los.» Alexander Salzmann ist ­parat. Wahlprogramm, Flyer, Homepage, ein Unterstützungskomitee – alles sei bereits aufgegleist oder vorbereitet.

Der 43-jährige Familienvater arbeitet als Leiter interne Revision bei der Axa Winterthur. Salzmann ist Bezirkspräsident der FDP. 2013 kam er als Nachrücker zum ersten Mal in den Gemeinderat. 2015 verpasste er die Wiederwahl, konnte aber kurze Zeit später erneut nachrücken. Im Parlament hat er sich jedoch von Anfang an als sehr aktives und zuweilen kritisches Ratsmitglied hervorgetan und auch mehrere Vorstösse eingereicht.