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KREUZLINGEN: Respekt heisst das Zauberwort

Das Pfarrerteam der Evangelischen Kirchgemeinde diskutierte mit 30 Angehörigen verschiedener Konfessionen.
Manuela Olgiati

Martin Hirzel, Beauftragter für Ökumene und Religionsgemeinschaften im Schweizerischen Evangelischen Kirchenbund (SEK), sprach und diskutierte am Freitagabend im Evangelischen Kirchgemeindehaus in Kreuz­lingen mit 30 Gästen über die ­Geschichte der Evangelikalen. In der reformierten Kirche ist der Glaube in der Bibel verankert, wie die Bibel verstanden wird, ist dem Urteil jedes einzelnen Gläubigen überlassen. Und doch sei der Glaube keine individuelle ­Angelegenheit, betonte Hirzel.

«Wohin entwickelt sich un­sere Kirchgemeinde? Unser Verhältnis zu den Freikirchen» lautet das Thema des Gemeindeforums. 2017 feiert die reformierte Kirche das 500-Jahr-Jubiläum der Reformation. Die evangelische Kirche Kreuzligen nimmt das Jubiläum zum Anlass, sich mit einigen Veranstaltungen den Fragen zu stellen. Diese Diskussion sei keine nostalgische Veranstaltung, hatte Pfarrer Damian Brot bei der Begrüssung am ­Freitagabend betont. Die vier in Kreuzlingen ansässigen Freikirchen stehen in derselben Tradition wie die evangelische Kirche. In Kreuzlingen wird eine Zusammenarbeit mit den Freikirchen angestrebt. «Unsere Landeskirche wird in 20 Jahren nicht mehr dieselbe sein. Die Leute sollen mitbestimmen, wohin wir ­wollen», sagte Pfarrer Gunnar Brendler, während er Ideen aus dem Gremium notierte. Seit einiger Zeit sei man mit dem Projekt «Kirchen in Kreuzlingen» auf dem Weg zu mehr gegenseitiger Wertschätzung.

Alle sind aufeinander angewiesen

Mitglieder von Freikirchen und der Landeskirchen meldeten sich zu Wort: Respekt sei das magische Wort, sagte Eva Köbel. Ihre Familie sei konfessionell gemischt, man solidarisiere sich, weil es um Menschen gehe, die man gerne habe. Jemand sprach vom Wunsch nach Kleingrup-pen. Elijah Morgan, der Pastor der Bodenseekirche, legt Wert darauf, auf den Alleingang zu ver-zichten. Alle seien aufeinander angewiesen, daher sei lokal mehr möglich. Man solle Berührungsängste abbauen, anstatt sich auf Spaltung zu fokussieren, meinten andere Gesprächsteilnehmer. Roger Keller, der Gemeindeleiter von Vineyeard, die von Kleingruppen lebt, sprach von der paulinischen Erfahrung. Ruth Trippel kritisierte, dass ihr ein Gottesdienst mit Musik und Applaus eher fremd sei. Trennendes gelte es anzunehmen. Ungezwungen und locker sein, waren weitere Voten.

Wenn von «evangelikal» gesprochen werde, dann sei meist die gesamte Bandbreite bibeltreuer Bewegungen gemeint, sagte Martin Hirzel. «Evangelikal» sei aber nicht das gleiche wie «evangelisch».

Manuela Olgiati

kreuzlingen@thurgauerzeitung.ch

Alle Veranstaltungen zu «500 Jahre Reformation» in Kreuzlingen unter: <%LINK auto="true" href="http://www.evang-kreuzlingen.ch" text="www.evang-kreuzlingen.ch" class="more"%>

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