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KREUZLINGEN: Privatsphäre für Schwerkranke

Die Thurgauische Krebsliga bietet neu eine Hospizwohnung im Alterszentrum an. Die Wohnung für unheilbar kranke und sterbende Menschen wird durch eine Schenkung ermöglicht.
Annina Flaig
Cornelia Herzog-Helg und Jacqueline Eichenberger in der neuen Hospizwohnung im Alterszentrum Kreuzlingen. (Bild: Andrea Stalder)

Cornelia Herzog-Helg und Jacqueline Eichenberger in der neuen Hospizwohnung im Alterszentrum Kreuzlingen. (Bild: Andrea Stalder)

Annina Flaig

annina.flaig@thurgauerzeitung.ch

Eine hellgrüne Kaffeemaschine steht bereit. Daneben die Kapseln. Fein säuberlich eingereiht. Auf dem Nachttisch ist eine weisse Rose platziert. Hier hat sich jemand Mühe gegeben, die beiden Räume einladend herzurichten. Sie bilden die neue Hospizwohnung der Thurgauischen Krebsliga und befinden sich im Pflegetrakt des Alterszentrums, im Haus B im obersten Stock. «Wir haben eigentlich auf eine Notsituation reagiert. Deshalb haben wir die Wohnung so rasch wie möglich eingerichtet», sagt Anna Jäger, Geschäftsführerin des Alterszentrums. Bei der Krebsliga freut man sich, dass diese Zusammenarbeit so unkompliziert aufgegleist werden konnte. «Ein Glücksfall», sagt Geschäftsführerin Cornelia Herzog-Helg.

Bis anhin hat die Krebsliga im Alterszentrum in Weinfelden eine Hospizwohnung angeboten. Dies seit zehn Jahren. Aktuell wird dort aber umgebaut, weshalb die Wohnung vorübergehend nicht zur Verfügung steht.

Auch junge Menschen sind willkommen

«Wir sind froh, dass sich in Kreuzlingen diese Gelegenheit geboten hat», so Herzog. Finanziell ermöglicht hat das Angebot eine Schenkung in der Höhe von einer halben Million Franken. Das Geld erlaubt es der Krebsliga, einen Teil der Mietkosten zu übernehmen, wenn sich Sterbende das Angebot trotz IV-Geldern und Ergänzungsleistungen nicht leisten können. Um die Pflege kümmert sich das Fachpersonal des Alterszentrums. «Die Palliativpflege ist ein wichtiger Teil unseres Pflegeangebots», sagt Jäger. Es sei deshalb sinnvoll, die Hospizwohnung im Alterszentrum anzusiedeln. Wichtig sei aber zu betonen, dass auch junge Menschen willkommen sind. «Das Bedürfnis für die Wohnung ist da», sagt Jacqueline Eichenberger, Bereichsleiterin Pflege der Thurgauischen Krebsliga. Allein im Bezirk Kreuzlingen gebe es rund 240 krebskranke Menschen, die im vergangenen Jahr an die Krebsliga gelangt seien.

Viele Patienten bleiben gerne in ihrer Region

Die Hospizwohnung der Krebsliga wurde primär für krebskranke Menschen eingerichtet. «Grundsätzlich sind wir gerne auch für andere da», betont Herzog. Ziel der Organisation sei es, eine Alternative zu den Palliativstationen in Spitälern, Pflegeheimen oder zur Pflege zu Hause anzubieten. Viele Sterbende äusserten den Wunsch, für ihre verbleibende Lebenszeit nicht mehr weit von ihrer gewohnten Umgebung wegziehen zu müssen. «Deshalb werden wir die Wohnung in Kreuzlingen behalten, zusätzlich zu derjenigen in Weinfelden, die ab Sommer 2019 wieder zur Verfügung stehen wird.

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