KREUZLINGEN: Präsidentin hört auf

Ramona Zülle hat bei der Syna-Sektion Kreuzlingen ihren Rücktritt bekanntgegeben.

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Es war ihr letzter Auftritt als Syna-Präsidentin. Vor sechs Jahren hatte Ramona Zülle die Sektion im jungen Alter von 18 Jahren übernommen. «Es war eine lehrreiche Herausforderung, welche ich missen werde.» In Ihrem ­Jahresbericht gab sie an der ­Versammlung der Syna-Sektion Kreuzlingen ihrer Enttäuschung Ausdruck über das «Rappenspalterverhalten» vieler Arbeitgeberverbände. Es war nur in ­wenigen Branchen gelungen, bescheidene Lohnanpassungen zu erzielen. Gerade im boomenden Baugewerbe hätte man substanzielle Lohnanpassungen für 2017 erwartet. Mit einer Lohnkampagne werden die Gewerkschaften in diesem Jahr reagieren. Eine Nullrunde im Bauhauptgewerbe für 2018 werde nicht mehr akzeptiert. Die Baumeister müssten sich entsprechend warm anziehen, so die scheidende Präsidentin.

Regionalsekretär übernimmt interimistisch

Erfreulich war das Ergebnis der Verhandlungen im Maler- und Gipsergewerbe. Per 1. Januar 2017 wurde ein Vorruhestandsmodell gestartet. Erste Handwerker aus dem weissen Gewerbe können ab 2018 Leistungen beziehen. Dringend wäre gemäss Syna eine solche Lösung auch bei den Zimmerleuten und Schreinern anzustreben. Die anspruchsvolle, körperlich anstrengende Arbeit rechtfertige eine solche Branchenlösung. Syna werde alles daransetzen, ein Vorruhestandsmodell auch für die «Hölzigen» einzuführen.

Da für das Präsidium noch keine Nachfolge gefunden werden konnte, übernimmt Syna Regionalsekretär, Luis Barros, vorläufig das Präsidium. Der übrige Vorstand mit Carmine Gallo, Stefan Marty, Markus Hirzel und Ernst Zülle sowie die Revisoren Wolfgang Kohler und Roman Widler wurden einstimmig bestätigt. Da Stadtrat Ernst Zülle selber schon über 40 Jahre Mitglied der Sektion ist, übernahm er gerne die ehrenvolle Aufgabe, die langjährigen Mitglieder Sulemann Kartal für 25 Jahre und Alois Ballweg für 50 Jahre zu ehren. Vor allem Alois Ballweg hat die Sektion als ehemaliger Ak­tuar und Vorstandsmitglied massgeblich geprägt. (red)