Kreuzlingen plant eine Jugendfeuerwehr

Kreuzlingen. Die Jugendfeuerwehr Kreuzlingen hat mit der Bereitschaft zahlreicher Offiziere, Ausbildungsfunktionen zu übernehmen, eine wichtige Hürde genommen.

Kurt Peter
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Die Gründung einer Jugendfeuerwehr hat Stadtrat David Blatter als eines seiner Legislaturziele formuliert. Im Mai dieses Jahres suchte er Feuerwehroffiziere, die als Ausbildner zur Verfügung stehen könnten. «Diese Voraussetzung ist erfüllt», sagt Blatter. Und als Leiter der Kreuzlinger Jugendfeuerwehr ist André Hofmann bestimmt. Jetzt gilt es, die Jugendlichen ab 12 Jahren für die Organisation zu begeistern.

Start mit 20 bis 30 Jugendlichen

Die erste Gelegenheit dazu gibt es am Tag der offenen Tore im Depot Rosenegg, wenn sich die Feuerwehr am kommenden Samstag der Öffentlichkeit präsentiert. Jugendliche sollen an diesem Anlass ganz gezielt auf die Möglichkeit zum Beitritt in die neue Feuerwehrorganisation aufmerksam gemacht werden. Ein dem Thema gewidmeter Informationsabend werde im Herbst noch folgen, so Blatter. «Ich hoffe, dass wir mit 20 bis 30 Jugendlichen beginnen können.»

Als Stützpunktfeuerwehr ist es das Ziel, auch Jugendliche aus dem Bezirk anzusprechen. Die Gemeinden seien «von der Idee begeistert, personell ist momentan aber kein Beitrag zu erwarten», erklärt der Stadtrat. Er hofft, dass die Kommunen aktiv in der Werbung für die Jugendfeuerwehr werden. Die Kommandanten der Ortsfeuerwehren seien über die neue Organisation informiert.

Reglement im Gemeinderat

David Blatter sieht in einer Jugendfeuerwehr die beste Rekrutierungsplattform überhaupt. Mit der Gründung werde eine eigene Abteilung gebildet. Die finanzielle Belastung sei minim und schlage bei der Anschaffung der Ausrüstung sowie bei der Besoldung zu Buche. Der Gemeinderat habe das letzte Wort: «Das wegen der Jugendfeuerwehr angepasste Feuerschutzreglement kommt wahrscheinlich im November in das städtische Parlament», erklärt Blatter den nächsten Schritt.

Die Stadt Kreuzlingen nimmt mit der Bildung einer Jugendfeuerwehr eine Pionierrolle im Thurgau ein. Auch Romanshorn will den Schritt wagen, und der Kantonale Feuerwehrverband hat sich des Themas angenommen. Eine Arbeitsgruppe soll Richtlinien ausarbeiten.

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