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KREUZLINGEN: Nur im Irrenhaus ist man wirklich frei

Kantischüler haben mit der Aufführung von Friedrich Dürrenmatts «Die Physiker» brilliert.

Die Theatergruppe der Kantonsschule Kreuzlingen hat Dürrenmatts Groteske «Die Physiker» letzte Woche zweimal aufgeführt. Der Zweiakter thematisiert die Verantwortung, welche Technologie und Wissenschaft gegenüber der menschlichen Zivilisation und der Gesellschaft tragen und kommt zum Schluss, dass man als brillanter Wissenschaftler nur im Irrenhaus wirklich frei ist. «Wir müssen unser Wissen zurücknehmen. Entweder bleiben wir im Irrenhaus oder die Welt wird eins», sagt die Hauptfigur Möbius.

Seit September hat Lehrerin Sabine Kröber das Stück mit der Theatergruppe eingeübt. Die Aufführungen verliefen glatt und so, dass kaum Hilfe aus dem Souffleurkasten hat beansprucht werden müssen. Die Leistung der Schauspieler imponiert sofort: Die Irrenärztin Frau von Zahnd wirkt mehr und mehr verdreht, der Kommissar gesteigert abgekämpft und die Physiker Möbius, Newton und Einstein, die ihr Verrücktsein eigentlich nur vorschützen, bald seelenruhig und selbstbewusst, täppisch und resigniert. Dürrenmatts Tragikomödie hat eine besondere Nähe zu Fragen, wie sie sich im Gymnasium immer wieder stellen: «Alles Denkbare wird einmal gedacht. Jetzt oder in Zukunft.» (red)

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