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KREUZLINGEN: Narren im Wald

Sie sind mal die «Weisen vom Saubachsaal» und mal «Wöschwiiber», die schmutzige Wäsche waschen. In ihren Night-Shows erklären die Emmishofer Narren die Welt und die Stadt auf ihre eigene Weise.
Urs Brüschweiler
Die acht Narren auf der Bühne: Pascal Furrer, Urs Wolfender, Bernhard Lussi und Kurt Kasper (hinten) sowie Ruedi Wolfender, Markus Baiker, Rolf Uhler und Alex Wannenmacher (vorne). (Bild: Andrea Stalder)

Die acht Narren auf der Bühne: Pascal Furrer, Urs Wolfender, Bernhard Lussi und Kurt Kasper (hinten) sowie Ruedi Wolfender, Markus Baiker, Rolf Uhler und Alex Wannenmacher (vorne). (Bild: Andrea Stalder)

Urs Brüschweiler

urs.brueschweiler@thurgauerzeitung.ch

Eine Prophezeiung der Narren ist im letzten Jahr wahr geworden. Darauf weisen sie in ihrer Show auch gerne und genüsslich hin. Denn sie sind ja die «Weisen vom Saubachsaal» und haben als solche auch einen Ruf zu verteidigen. Welche spektakuläre Voraussage tatsächlich eingetreten ist, sei an dieser Stelle nicht verraten. Nur so viel: es geht um Stadtpolitik und einen Rücktritt.

Die Märchentante und die Wahlfee

Am 2. Februar feiert die Narrengesellschaft Emmishofen Premiere ihrer Narren-Night-Show 2018. An insgesamt sechs Abenden zeigen die acht Narren auf der Bühne des Saubachsaals, was sie mit ihren vielen fleissigen Helfern seit vergangenem Sommer erdacht und, wie immer mit viel Liebe zum Detail, arrangiert haben. Ein Besuch bei einer der vielen Proben lässt ein farbenfrohes Spektakel erwarten. Der Saal ist gemäss dem heurigen Motto mit langen, mit Schmutzwäsche behangenen, Wäscheleinen dekoriert. Auf der Bühne sind die Kulissen für den mittleren der drei Show-Blöcke aufgebaut. Acht Narren stehen verkleidet im Wald. So kreativ und frech das Bühnenbild, die Kostüme und Accessoirs, so witzig und bös sind die Dialoge und einstudierten Songs. Was im vergangenen Jahr die Gemüter lokal oder auch global bewegt hat, wird mit dem narrentypischen bissigen Humor verarbeitet.

Und dann erscheint die Märchentante und erzählt vom Froschkönig, vom Hans im Glück, dem Rotkäppchen, dem tapferen Schneiderlein, dem Rumpelstilzchen und vom gestiefelten Kater. Alle wollen sie in einer schönen Stadt namens Kreuzlingen den Königsthron besteigen. Doch die gute Wahlfee muss fünf von ihnen eine Absage erteilen und wirft sie der Reihe nach in den tiefen Brunnen.

Beim Üben dieser köstlichen Einlage taten sich Einzelne der Märchenprinzen noch weh. Bis zur Premiere in einer Woche haben die Narren noch Zeit, an den Details zu schleifen, die Choreografien der musikalischen Showelemente zu perfektionieren und ihre Textfestigkeit zu stärken. Lustig ist das Ganze aber auf jeden Fall schon heute.

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