KREUZLINGEN: Meinungsführer wollen es richten

Bekannte Persönlichkeiten bilden das Pro-Komitee für das neue Stadthaus. Sie werben für das 47,5-Millionen-Projekt und möchten das Vertrauen der Stimmbürger gewinnen.

Nicole D'orazio
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Sie bilden das Pro-Komitee für das Stadthaus: Christian Lohr, Marianne Raschle, René Zweifel, Jürg Kocherhans und Monica Müller. (Bild: Nicole D'Orazio)

Sie bilden das Pro-Komitee für das Stadthaus: Christian Lohr, Marianne Raschle, René Zweifel, Jürg Kocherhans und Monica Müller. (Bild: Nicole D'Orazio)

KREUZLINGEN. «Ich freue mich auf das neue Stadthaus», sagt Monica Müller, Geschäftsführerin der Chocolat Bernrain. «Wir haben die Chance auf eine gute, stimmige Lösung für verschiedene Bedürfnisse, die sich alle unter einem Dach befinden. Für Bürger und Behörden wird es einfacher. Das neue Stadthaus ist für mich ein wichtiger Schritt in die Zukunft. Wir investieren das Geld für uns und die nächste Generation.» Müller gehört zum Pro-Komitee Neues Stadthaus.

Die Gruppe präsentierte sich gestern erstmals den Medien und stellte seine Ziele vor. Sie will in der Stadt für eine positive Einstellung zum Stadthaus sorgen und mithelfen, dass in der Volksabstimmung am 27. November ein Ja resultiert. Neben Müller gehören ihr lokale Grössen wie Nationalrat Christian Lohr, Arbeitgeberverband-Präsident Jürg Kocherhans, Schulpräsident René Zweifel, Kantonsrätin und Bezirksrichterin Marianne Raschle, Urban Büchel und Alt-Stadtrat Christian Witzig an. Der Gemeinderat hat letzten Donnerstag dem 47,5 Millionen Franken teuren Projekt mit Stadthaus, Tiefgarage und Neugestaltung der Festwiese zugestimmt.

Auf lange Sicht die kostengünstigere Lösung

«Die Zeit ist reif für ein gutes Projekt», sagt Kocherhans. Wirtschaftlich gesehen könne man die Gunst der Stunde nutzen und von einem günstigen Zinsumfeld profitieren. «Zudem würde das Projekt Aufträge für die Baubranche generieren. Ganz wichtig ist die Wertschöpfung für das Kreuzlinger Gewerbe.» Er finde es ein weitsichtiges Projekt, da es die kostengünstigere Lösung und kein Flickwerk sei. «Ich stehe voll dahinter», betont Kocherhans. Das Volk müsse spüren, dass alle politischen Gremien hinter dem Projekt stehen, sagt Raschle. «Es ist gut, dass der Stadtrat nach der Rückweisung der Botschaft das Gespräch mit den Fraktionen gesucht hat.» Das nun klare Ja des Gemeinderats sei ein klares Signal an die Bevölkerung.

Auch Zweifel spricht von einem hervorragenden Projekt. «Ich persönlich finde, dass es höchste Zeit ist, dass der Schandfleck, der Parkplatz auf dem Bärenplatz, verschwindet», meint er. Die Verwaltungen kämen im neuen Stadthaus zusammen. Das ergebe einen Mehrwert für alle.

Für Lohr ist sein Engagement eine Herzensangelegenheit. «Ich möchte der Stadt etwas zurückgeben.» Den Gedanken des Zusammenkommens der Verwaltung findet er sehr wichtig. Das Projekt gefällt ihm. «Es ist für uns Kreuzlinger, nicht für Aussenstehende. Ein neues Stadthaus ist ein Zeichen von Stärke, worauf wir stolz sein dürften», sagt er. «Wir sind nun daran, Vertrauen zu schaffen. Wir stehen für das neue Stadthaus ein und wollen mithelfen, dass es beim Volk ankommt.» Man starte einen gut angepassten Abstimmungskampf, sagt Lohr. «Weitere Befürworter sind bei uns natürlich sehr willkommen.»