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KREUZLINGEN: Mehr Platz für Schloss und Velo

Der Stadtrat will die Berneggstrasse ans Bahntrassee verlegen. Dadurch kann eine Lücke im Radwegnetz geschlossen werden. Es ist bereits der zweite Anlauf.

Die Idee ist nicht neu. Schon vor sechs Jahren unternahm der Stadtrat einen Versuch, die Berneggstrasse zu verlegen. Damals kam er beim Gemeinderat mit dem Vorschlag nicht durch. Die einen hätten dem Schlossherrn nicht den Park vergrössern wollen, die anderen sahen die Notwendigkeit als nicht gegeben, erinnert sich Ernst Zülle. «Das öffentliche Interesse war einfach nicht ersichtlich.» Auch deshalb, weil der Radweg zu diesem Zeitpunkt nicht Teil der Botschaft war. Heute präsentiert der Stadtrat ein schlüssiges Gesamtprojekt. Der Gemeinderat befindet nächsten Donnerstag darüber. Gesamthaft geht es um einen Kredit von 520000 Franken.

Bundesgelder für den Radwegabschnitt

Die Merhart’sche Stiftung, Eigentümerin des Schlosses, habe die Strassenverlegung vorantreiben wollen, begründet Stadtrat Zülle den neuen Vorstoss. Bekanntlich wird für das Areal, aufgrund eines Studienauftrages (unsere Zeitung berichtete) ein Gestaltungsplan erarbeitet. Der Schlosspark kann durch die Strassenverlegung erweitert werden. Es entsteht ein «respektvoller Grünraum für den historischen Bau». Gleichzeitig wurde der Radweg Tägerwilen-Lengwil entlang der Bahn als A-Massnahme im Agglomerationsprogramm der dritten Generation definiert. Das heisst, bei der Umsetzung spricht der Bund Gelder. Für das entsprechende Teilstück rechnet Zülle mit 100000 Franken. Die Stadt würde das neue Projekt also netto 420000 Franken kosten. Der Vorteil eines Radweges entlang des Bahntrassees sei, dass dort das Gefälle gering sei, betont Sandro Nöthiger, Leiter Tiefbau. Um das im Gebiet Bernegg zu ermöglichen, ist vor dem Viadukt Sauloch eine nicht ganz günstige Stützkonstruktion nötig.

Während die Kosten für den neuen Radweg von der öffentlichen Hand übernommen werden müssen, finanziert die Merhart’sche Stiftung zu 100 Prozent die Verlegung der Berneggstrasse. Beim gemeinsamen Teil werden die Kosten je zur Hälfte getragen. Nebst dem Radwegstück gewinnt die Öffentlichkeit einen neuen Aufenthaltsraum: Eine Aussichtsplattform beim Einbieger soll den Blick über das Schloss und den See ermöglichen. Sagt der Gemeinderat «Ja» zum neuen Vorschlag, will der Stadtrat bald auch die Verlegung der Seeblickstrasse, ebenfalls an die Bahnlinie, in Angriff nehmen. Dadurch könnte auch die dortige Parzelle der Stadt später besser genutzt werden, wie Ernst Zülle betont.

Martina Eggenberger Lenz

martina.eggenberger@ thurgauerzeitung.ch

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