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KREUZLINGEN: Kürzerer Weg zu den Duschen

Mit dem Neubau eines zweiten Sanitärgebäudes auf dem Campingplatz Fischerhaus hat das Provisorium endlich ausgedient. Das Besondere: Das Gebäude produziert so viel Energie, wie es braucht.
Kurt Peter
So soll das neue Sanitärgebäude aussehen. (Bild: PD)

So soll das neue Sanitärgebäude aussehen. (Bild: PD)

Kurt Peter

kreuzlingen

@thurgauerzeitung.ch

Der Campingplatz Fischerhaus wird in Etappen umgestaltet und saniert. Nach der Bachöffnung folgt nun ein weiterer Schritt: Bisher erfüllte ein Container den Zweck eines Sanitärgebäudes im südlichen Teil der Anlage. Aber nur notdürftig und dies seit 14 Jahren, wie Ruedi Wolfender, Leiter des zuständigen Departements Gesellschaft und Liegenschaften, erklärt. So verfügt das Provisorium über keine Duschen. Er bezeichnete die Planungen des neuen Sanitärgebäudes, dessen Baugesuch derzeit noch aufliegt, als «intensives Miteinander, um die Wünsche und die Bedürfnisse in einem Gebäude unterzubringen». Auch die Nutzer hatten dabei ein Wort mitzureden. «Die Sanitärinfrastruktur ist ein wichtiger Teil eines Campingplatzes und gehört zur Visitenkarte der Anlage», ergänzt er.

Räume zum Kochen, Wickeln und Gepäck Lagern

In seinem Konzept trennt Architekt Cristiano Pedron die Räume für Frauen und Männer nach Betreten eines grosszügigen Eingangsbereichs. Neben den benötigten WC-Anlagen gibt es insgesamt elf Duschen, zwei davon sind Familienduschen und eine ist behindertengerecht ausgestaltet. Dazu kommen eine kleine Küche für Gäste, die sich selbst versorgen wollen mit Kochgelegenheit, Kühl- und Gefrierschrank sowie ein Raum für das Wickeln und Waschen von Kleinkindern. Ein Lagerraum kann auch für die Aufbewahrung des Gepäcks, vor allem bei grösseren Gruppen, verwendet werden.

«Wir können im Neubau qualitativ umsetzen, was dem Campingplatz bisher gefehlt hat», erklärt Wolfender. Er verweist auf die durchschnittlich 30000 Übernachtungen auf der Anlage. Alle diese Besucher haben bisher die Duschen im bestehenden Sanitärgebäude im Nordteil brauchen müssen. Da die öffentliche Hand Bauherrin sei, werde ein Minergie-A-Bau erstellt, erklärt Cristiano Pedron. Warmwasser und Energie werden von Fotovoltaik und Solarthermie erzeugt. Dazu werden auf dem Dach auf einer Fläche von 240 Quadratmetern entsprechende Anlagen montiert, wobei die Fotovoltaik zwei Drittel umfasst. «Damit wird das Gebäude energieautark, kann vor allem im Winter Energie ins Netz einspeisen», sagt Ruedi Wolfender. Das hat aber auch seinen Preis: Für die nachhaltige Energieerzeugung werden, bei budgetierten Gesamtkosten von 900000 Franken, 300000 Franken für die Technik und zusätzliche Massnahmen aufgewendet.

Bis zur Saisoneröffnung steht der Rohbau

Holzelemente werden die Fassade des neuen Gebäudes prägen, die Bodenplatte wird betoniert. Durch das grosszügige Vordach werde die Aufenthaltsqualität im Aussenbereich verbessert, ist Wolfender überzeugt. Das Gebäude ist 3,5 Meter hoch, 23 Meter lang und 11 Meter breit. Mit dem Bau soll im Winter begonnen werden. «Unser Ziel ist es, die Aufenthaltsqualität nicht zu beeinträchtigen, das heisst, dass zu Saisonbeginn Ende März 2018 der Rohbau stehen soll.» Die Inneneinrichtungen könnten dann «unter Betrieb realisiert werden».

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