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KREUZLINGEN: Kommunikation ist mangelhaft

Am Karsamstag können Autofahrer den Emmishofer Zoll nur in Richtung Deutschland passieren. Eine offizielle Mitteilung von Konstanzer Seite über die Grenze fehlt.
Nicole D’orazio
Blick zum Emmishofer Zoll. Er ist am Samstag nur in Richtung Konstanz befahrbar. (Bild: Reto Martin)

Blick zum Emmishofer Zoll. Er ist am Samstag nur in Richtung Konstanz befahrbar. (Bild: Reto Martin)

Nicole D’Orazio

nicole.dorazio

@thurgauerzeitung.ch

«Die Konstanzer machen einfach was sie wollen und was für sie gut ist und stellen Kreuzlingen vor vollendete Tatsachen», ärgert sich Christian Brändli, FDP-Gemeinderat und Präsident des Quartiervereins Emmishofen. Es geht darum, dass die Stadt Konstanz diese Woche angekündigt hat, die Zufahrt zum Emmishofer Zoll am Karsamstag zu sperren. Das ist eine von mehreren Massnahmen, um die Konstanzer Innenstadt vom vielen Verkehr zu entlasten, wie der «Südkurier» berichtete. In Kreuzlingen hat man daran keine Freude, unter anderem auch bei den Gewerblern an der Konstanzerstrasse und bei der Stadt.

«Es ist nicht das erste Mal, dass die Konstanzer die Zufahrt zum Emmishofer Zoll sperren», sagt Ernst Zülle, Stadtrat Departement Bau. Schon letzten Dezember sei das zum Beispiel der Fall gewesen. «Dass dies nun wieder geplant ist, haben wir auch aus der Zeitung erfahren, was natürlich nicht ideal ist.» Seitens der Stadt Kreuzlingen würde man von Konstanz schon erwarten, offiziell über solche Massnahmen informiert zu werden, meint Zülle. Er werde beim Planer-Treffen bei den Zuständigen platzieren, dass die Kommunikation so mangelhaft sei. Er hoffe auch, dass es dem Kreuzlinger Stadtpräsidenten Thomas Niederberger gelingen werde, mit Oberbürgermeister Uli Burchardt künftig eine bessere Kommunikation zu erreichen.

«Dass Konstanz zu dieser Massnahme greift, hat aber seine Gründe», sagt der Stadtrat weiter. An Spitzentagen würden die Deutschen mit verschiedenen Massnahmen versuchen, die Innenstadt vom Verkehr zu entlasten und damit erreichen, dass die Busse nicht mit zu grossen Verspätungen verkehren und die Zufahrt für Notfallfahrzeuge gewährleistet werden könne. «Ob diese Massnahme allerdings zu den richtigen gehört, kann ich nicht abschliessend beurteilen.»

An Spitzentagen soll man das Auto zu Hause lassen

Für Zülle liegt das Hauptproblem jedoch wo anders: «Man muss die Ursache an den Wurzeln packen. Die Leute sollten umdenken und an Tagen wie dem Karsamstag schon gar nicht mit dem Auto in Richtung Konstanz fahren. Es macht keinen Sinn. Er ist einer der schlimmsten Tage», findet er. Die Autofahrer würden sich doch nur ärgern, dass sie so lange im Stau stünden, und für die Anwohner sei es mühsam, wenn beide Städte verstopft seien. «Wenn man schon ennet der Grenze einkaufen will, dann soll man bitte den ÖV nutzen.»

Irgendwie müsse man in den kommenden Jahren versuchen, den Einkaufstourismus und das dazu gehörige Verkehrsaufkommen zu drosseln. Vor allem wenn der Verkehr laut Prognosen bis 2030 um 25 Prozent zunimmt, sagt Zülle. Kreuzlingen werde eines Tages nicht drum herum kommen, ein Dosiersystem einzuführen und die Zufahrt in die Stadt und zum Zoll zu beschränken oder zu schliessen. «In grösseren Städten wird das schon gemacht. Daran sollten wir uns orientieren.» In Planung sei zum Beispiel schon die Busbevorzugung. In den Kreiseln werde dabei mittels einer Ampel die Zufahrt geregelt.

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