KREUZLINGEN: Knotenpunkt ist nicht passierbar

Der Döbeli-Kreisel und die Unterführung der Konstanzerstrasse in Kreuzlingen werden im September für zwei bis zweieinhalb Wochen gesperrt. Das kantonale Tiefbauamt nimmt eine nötige Sanierung vor.

Nicole D'orazio
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Patrick Haltner, Projektleiter Strassenbau beim kantonalen Tiefbauamt, schaut sich den Belag im Döbeli-Kreisel an. (Bild: Reto Martin)

Patrick Haltner, Projektleiter Strassenbau beim kantonalen Tiefbauamt, schaut sich den Belag im Döbeli-Kreisel an. (Bild: Reto Martin)

KREUZLINGEN. Stau rund um den Döbeli-Kreisel bei der Socar-Tankstelle und Aldi ist normal. Jedenfalls in den Hauptverkehrszeiten. Vom 5. September bis spätestens am 21. September wird der Knotenpunkt wie auch die Unterführung zum Hauptbahnhof gesperrt. Der Grund sind Bauarbeiten. «Der Belag im 1999 erbauten Kreisel und der Unterführung sind schon mehrfach geflickt worden und uneben», sagt Patrick Haltner, Projektleiter Strassenbau beim kantonalen Tiefbauamt. «Eine Sanierung ist unumgänglich. Wir schlagen zwei Fliegen auf einen Streich, wenn wir beides miteinander machen.»

Der Kreisel erhält einen langlebigen Betonbelag. Diesen könne man nicht im Winter einbauen, sagt Haltner. Die Fahrbahn im Kreisel wird zudem auf sechs Meter verschmälert. «Das dient der Verkehrssicherheit. So wird verhindert, dass man mit dem Auto ungebremst hindurchfahren kann», erklärt der Projektleiter. Das hätten Studien gezeigt. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 500 000 Franken. Die Stadt Kreuzlingen übernimmt 43 Prozent.

Die Sanierung muss jetzt sein

Der Zeitpunkt im September sei fix und nicht anders terminierbar. «Derzeit wird der Deckbelag in der Konstanzerstrasse eingebaut, danach folgt die Bergstrasse. Den Döbeli-Kreisel können wir daher erst im September sanieren, soll es nicht zu schlimmen Verkehrsbehinderungen kommen», sagt Haltner. Nächstes Jahr sei der Umbau der Kreuzung bei der Kirche Bernrain inklusive Fussgängerschutzinseln vorgesehen. 2018 seien die Seetal- und ab 2019 die Romanshornerstrasse an der Reihe. «Wenn der Kreisel nicht jetzt saniert wird, wäre es erst wieder 2021 möglich. Und das wäre zu spät.»

Eine Ampel ist keine Option

Den Kreisel nur teilweise zu sperren und eine Verkehrssignalisation mit einer Ampel zu installieren, sei an diesem Knotenpunkt nicht möglich. «Der Rückstau würde einen Verkehrskollaps bedeuten sowie eine längere Bauzeit», weiss Haltner. Und es sei ja nicht so, dass man beim Kanton die Autofahrer und Anwohner ärgern wolle. «Wir machen das für die Autofahrer. Danach ist 40 Jahre Ruhe. Uns ist aber bewusst, dass es nicht einfach wird. Es müssen halt alle auf die Zähne beissen.»

Insbesondere die Bewohner der Brückenstrasse müssten in dieser Zeit mehr Verkehr ertragen, da die Umleitung zum Emmishofer Zoll über diese führen wird. «Es geht nicht anders.» Die Tankstelle wird über den Radweg und eine Ampel weiterhin erreichbar sein. Auch Aldi, Denner und die Landi bleiben von Tägerwilen her zugänglich. «Wir haben die betroffenen Eigentümer bereits im Januar informiert. Das haben sie geschätzt.» Deren Feedback sei positiv ausgefallen.

Anreiz, schnell zu arbeiten

Die Kibag wird die Kreiselsanierung durchführen. «Das Unternehmen weiss, dass die Arbeiten so schnell als möglich abgeschlossen werden müssen. Wir haben deswegen in diesem Fall einen finanziellen Anreiz geschaffen, wenn schnell gearbeitet wird», sagt Haltner. Ein Bonus-Malus-System. Nachtarbeit sei jedoch nicht erlaubt.

Demnächst wird den Haushalten im betroffenen Quartier ein Flyer mit den nötigen Informationen zugestellt. «Wir haben schon ein paar heftige Reaktionen von Betroffenen erhalten», sagt Haltner. «Wir haben ihnen die Situation erklärt. Wir können aber nicht auf alle Rücksicht nehmen.» Gerne nehme er allerdings Ratschläge und Anmerkungen entgegen. «Wir werden auch frühzeitig die Fahrzeuglenker mit den entsprechenden Signalisationen informieren.»